Alkohol am Steuer: Verfolgungsjagd auf der A30
22-Jähriger flüchtet mit 1,03 Promille – Polizei sucht Zeugen nach Unfall bei Ahlde

In den frühen Morgenstunden kam es gestern auf der A30 bei Schüttorf zu einer Verfolgungsfahrt, die mehrere Verkehrsteilnehmer in Gefahr brachte. Die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim berichtet über den Ablauf und bittet nun um Mithilfe von Zeugen.
Verfolgungsfahrt mit gefährlichen Manövern
Beamte der Polizeistation Bad Bentheim wollten gegen 04:40 Uhr einen VW Polo kontrollieren, nachdem der Fahrer beim Auffahren auf die A30 in Fahrtrichtung Osnabrück sofort den Überholfahrstreifen nutzte und dadurch einen nachfolgenden Pkw zum Abbremsen zwang. Als das eingeschaltete Blaulicht des Streifenwagens sich dem Fahrzeug näherte, beschleunigte der Fahrer anstatt anzuhalten.
Im weiteren Verlauf wich der VW Polo von der rechten auf die linke Fahrspur aus, wodurch ein weiteres Fahrzeug zu einer Gefahrenbremsung gezwungen wurde. Auch eine Sattelzugmaschine musste abbremsen, um einen Unfall zu verhindern. Der Fahrer setzte seine Flucht trotz der klaren Anhaltezeichen der Polizei fort.
Flucht endet auf einem Acker
Nachdem der VW Polo die Autobahn verlassen hatte, fuhr er mit stark überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Emsbüren weiter. Die Fahrt endete schließlich auf einer Ackerfläche bei Ahlde, wo das Fahrzeug festfuhr und der Fahrer von den Polizeibeamten kontrolliert werden konnte.
Erheblicher Alkoholwert festgestellt
Bei dem 22-jährigen Fahrer des VW Polo wurde eine Atemalkoholkonzentration von 1,03 Promille festgestellt. Die Polizei entnahm ihm daraufhin eine Blutprobe und beschlagnahmte seinen Führerschein.
Zeugen gesucht
Die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim bittet insbesondere jene Verkehrsteilnehmer, die auf der A30 durch die Fahrweise des VW Polo gefährdet wurden, sich zu melden.
Mögliche Konsequenzen und Hinweise
Der Vorfall unterstreicht die Gefahren von Alkoholkonsum am Steuer und die Risiken für unbeteiligte Verkehrsteilnehmer. Die Polizei ermittelt wegen Straßenverkehrsgefährdung und bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung.
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