Sprache wählen

Erste Bürger-Geschwindigkeitskontrolle in Nienburg/Schaumburg

Polizei misst Tempo vor Kindergarten – zahlreiche Verstöße bei 30 km/h erlaubt

Von Blaulichtreport

Die Polizei Nienburg/Schaumburg hat erstmals eine Geschwindigkeitskontrolle an einem Standort durchgeführt, der von der lokalen Bevölkerung über die sozialen Medien vorgeschlagen wurde. Im Fokus stand dabei der Bereich vor einem Kindergarten – ein Ort, der von vielen Bürgerinnen und Bürgern aufgrund wiederholt gemeldeter Geschwindigkeitsüberschreitungen als besonders kritisch eingestuft wurde.

Facebook-Community bestimmt Einsatzort

Über den Facebook-Auftritt der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg konnten Anwohnende ihre Wunschorte für Kontrollen einreichen. Besonders viele Stimmen erhielt der Bereich vor dem Kindergarten in Auhagen. Die Polizei griff die Hinweise der Community auf und machte daraus am 16. Januar 2026 einen Einsatzschwerpunkt.

Von 8:15 bis 10 Uhr wurde die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Fahrzeuge mit einem Lasermessgerät überprüft. An der Aktion beteiligten sich neben der regulären Streife auch die Verfügungseinheit, das Präventionsteam, die Pressestelle sowie Kolleginnen und Kollegen aus zwei weiteren Polizeistationen.

Ergebnisse der Messung und Reaktionen

Die Kontrolle zeigte, dass Geschwindigkeitsüberschreitungen keine Seltenheit sind: Viele der angehaltenen Fahrzeuge waren deutlich schneller als erlaubt unterwegs. Besonders auffällig war ein Fahrer, der mit 62 km/h gemessen wurde, obwohl die zulässige Höchstgeschwindigkeit im betreffenden Bereich 30 km/h beträgt.

Ein Großteil der insgesamt 20 kontrollierten Fahrerinnen und Fahrer stammt selbst aus Auhagen. Die Polizei führte im Anschluss an die Messung umfassende Fahrzeugkontrollen und verkehrserzieherische Gespräche durch. Die Rückmeldungen der Betroffenen fielen laut Polizei einsichtig aus, und die Aktion wurde von der Bevölkerung positiv aufgenommen.

Bedeutung und Ausblick

Die Aktion verdeutlicht, wie moderne Polizeiarbeit soziale Medien und die direkte Einbindung der Bevölkerung nutzt, um Prävention wirksam zu gestalten. Solche Einsätze erhöhen das Bewusstsein für Verkehrssicherheit – insbesondere an sensiblen Orten wie vor Kindergärten.

Die Polizei Nienburg/Schaumburg kündigt an, auch künftig Hinweise aus der Bevölkerung ernst zu nehmen und entsprechende Kontrollen durchzuführen. Bürgerinnen und Bürger können weiterhin über die bekannten Kanäle Wünsche zu Kontrollstellen äußern.

Die Initiative zeigt: Durch Dialog und gemeinsames Handeln kann die Verkehrssicherheit vor Ort effektiv verbessert werden.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: