Jagdunfall in Beckeln: Spaziergängerin verletzt
77-jähriger Jäger verwechselt Frau mit Wild – Polizei ermittelt und warnt vor Gefahren in Jagdgebieten

Am frühen Mittwochabend, dem 7. Januar 2026, ereignete sich im niedersächsischen Beckeln ein Jagdunfall mit schwerwiegenden Folgen. Eine 58-jährige Spaziergängerin aus Bassum wurde durch einen Schuss am Oberschenkel verletzt, nachdem sie von einem Jäger mit Wild verwechselt worden war.
Verlauf des Unfalls
Nach Angaben der Polizeiinspektion Delmenhorst / Oldenburg - Land / Wesermarsch war ein 77-jähriger Jäger am Waldrand von Beckeln auf einem Hochsitz zur Jagd. Zur selben Zeit spazierte die Frau gemeinsam mit ihrer Familie durch den verschneiten Bereich am Waldrand. Aus bislang ungeklärten Gründen schoss der Jäger in Richtung der Spaziergänger und traf die Frau am Oberschenkel.
Die 58-Jährige wurde schwer verletzt und umgehend medizinisch versorgt. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht. Glücklicherweise blieben die weiteren anwesenden Familienmitglieder unverletzt.
Ermittlungen und weitere Maßnahmen
Die Polizei Wildeshausen hat die Ermittlungen zu den genauen Umständen des Vorfalls aufgenommen und die Waffe des Jägers sichergestellt. Die Ermittler gehen derzeit von einem tragischen Versehen aus, schließen jedoch weitere Untersuchungen nicht aus.
Bedeutung für Öffentlichkeit und Jägerschaft
Sicherheitsfragen bei der Jagd rücken nach solchen Unfällen immer wieder in den Fokus. Insbesondere im Winter, wenn schlechte Sichtverhältnisse und Schnee herrschen, wird die Bedeutung klarer Erkennungszeichen und ausreichender Sichtbarkeit für Menschen in der Natur betont. Solche Vorfälle werfen auch Fragen zur Ausbildung und Verantwortung von Jägerinnen und Jägern auf.
Die Polizei bittet Spaziergängerinnen und Spaziergänger, in Jagdgebieten besonders achtsam zu sein und gegebenenfalls auffällige Kleidung zu tragen, um Irrtümer zu vermeiden. Die Ermittlungen zum Hergang dauern weiter an.
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