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Kinder sollen mehrere Brände in Lingen gelegt haben

Polizei klärt Brandstiftungen auf – ein Feuer griff sogar auf ein Wohnhaus über, verletzt wurde niemand

Von Blaulichtreport
Kinder sollen mehrere Brände in Lingen gelegt haben
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert · Herausgeber: Hessen App GmbH

Nach umfangreichen Ermittlungen hat die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim mehrere Brandstiftungen im Stadtgebiet von Lingen aufgeklärt. Im Fokus stehen drei Tatverdächtige aus Lingen im Alter von 11, 12 und 14 Jahren.

Ermittlungen zu mehreren Bränden

Nach derzeitigem Stand sollen die Jugendlichen für eine Reihe von Bränden verantwortlich sein, die zwischen Ende April und Anfang Mai sowie bereits im März verzeichnet wurden. Die Polizei nennt dabei mehrere Tatorte im Lingener Stadtgebiet.

  • mehrere Müll- und Containerbrände am 04.05.2026 im Bereich Schwalbenweg, Birkenallee und auf dem Gelände der Matthias-Claudius-Schule
  • Mülltonnenbrände am 02.05.2026 im Bereich Heidekampstraße / Pulverturm
  • vier weitere Brände in der Nacht zum 22./23.03.2026 in der Haselünner Straße, am „Alten Pferdemarkt“, in der Lerchenstraße und im Starenweg
  • Bei den Vorfällen wurden zahlreiche Mülltonnen und Container zerstört. In einem Fall griff das Feuer auf ein Wohnhaus über. Verletzt wurde niemand.

    Zusammenarbeit mit Erziehungsberechtigten und weiteren Stellen

    Die Ermittlungen erfolgten in enger Abstimmung mit den Erziehungsberechtigten sowie weiteren beteiligten Stellen. Nach Angaben der Polizei bleiben die Taten auch dann nicht ohne Folgen, wenn zwei der Beschuldigten aufgrund ihres Alters noch strafunmündig sind.

    Neben polizeilichen und jugendhilferechtlichen Maßnahmen können auch zivilrechtliche Forderungen auf die Familien zukommen.

    Warnung vor gefährlichen Fehleinschätzungen

    Die Polizei betont ausdrücklich, dass Brandstiftungen keine harmlosen „Mutproben“ oder „Streiche“ sind. Schon kleine Feuer könnten sich unkontrolliert ausbreiten und erhebliche Gefahren für Menschen, Gebäude und Einsatzkräfte verursachen.

    Ein Ermittler des Fachkommissariats machte zudem deutlich, dass Brände in Wohngebieten schnell aus einer vermeintlichen Sachbeschädigung eine ernsthafte Gefahr für Menschen werden lassen. Deshalb würden solche Taten konsequent verfolgt - unabhängig vom Alter der Tatverdächtigen.

    Ziel: Sicherheitsgefühl stärken

    Mit der Aufklärung der Taten verbindet die Polizei auch das Ziel, das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken und das Vertrauen in die polizeiliche Ermittlungsarbeit weiter zu festigen.

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