Tankstellen-Raub in Nordhorn: Verdächtiger in U-Haft
Zwei Männer sollen frühmorgens mit einer Schusswaffe Bargeld gefordert haben – Polizei sucht weiter nach einem möglichen Komplizen.

Nach einem versuchten schweren Raub auf eine Tankstelle an der Denekamper Straße in Nordhorn hat die Polizei nach eigenen Angaben schnell einen Tatverdächtigen identifizieren können. Die Ermittlungen laufen weiter, insbesondere mit Blick auf einen möglichen zweiten Tatbeteiligten. Ein Beschuldigter befindet sich bereits in Untersuchungshaft.
Ablauf der Tat in den frühen Morgenstunden
Nach den bisherigen Erkenntnissen traten kurz vor 04:00 Uhr zwei bislang unbekannte Männer an den Nachtschalter der Tankstelle heran. Unter Vorhalt einer Schusswaffe versuchten sie, von der 50-jährigen Angestellten Bargeld zu erlangen. Als dies misslang, flüchteten die Täter vom Tatort.
Im Verlauf kam es in unmittelbarer Nähe zu einer weiteren Raubstraftat zum Nachteil eines 38-jährigen Passanten. Die Angestellte zog sich in den rückwärtigen Bereich der Tankstelle zurück und alarmierte die Polizei.
Schnelle Fahndung und erste Ermittlungsansätze
Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen wurden mehrere Streifenwagenbesatzungen eingesetzt. Eine verdächtige Person konnte zunächst nicht mehr angetroffen werden. Die unmittelbar aufgenommenen Ermittlungen führten anschließend zu einem 25-jährigen Mann.
Daraufhin wurden Durchsuchungsbeschlüsse beantragt. Im weiteren Verlauf geriet ein 37-jähriger Mann in den Fokus der Ermittler. Bei Durchsuchungen konnten unter anderem Beweismittel aufgefunden werden, die mit der Tat in Verbindung stehen könnten.
Haftbefehl und Untersuchungshaft
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück erließ das Amtsgericht gegen den 37-Jährigen Haftbefehl. Der Beschuldigte befindet sich seit dem 6. Mai in Untersuchungshaft.
Die Polizei betont, dass die Ermittlungen, insbesondere zu einem möglichen zweiten Tatbeteiligten, weiterhin andauern.
Zeugenaufruf der Polizei
Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Nordhorn unter der Rufnummer 05921/3090 zu melden.
Einordnung aus Sicht der Ermittler
Kriminalhauptkommissar Alfred Storteboom verweist auf die Bedeutung der frühen Stunden nach einer solchen Tat. Nach seinen Worten zählt oft jedes Detail. Das schnelle Vorankommen der Ermittlungen führt er vor allem auf das enge Zusammenspiel zwischen Streifendienst, Ermittlern und Staatsanwaltschaft zurück.
Für die Ermittler sei es ein besonderer Moment, wenn aus vielen einzelnen Spuren am Ende ein Gesamtbild entstehe, so Storteboom.
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