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Delkip startet neu: Hilfe für Kinder psychisch kranker Eltern

Interprofessionelles Beratungsforum in Delmenhorst vernetzt Fachkräfte für bessere Unterstützung betroffener Familien

Nach pandemiebedingter Pause nimmt das interprofessionelle Fachberatungsforum „Delkip“ in Delmenhorst wieder seine Arbeit auf. Ziel ist es, Kindern psychisch kranker Eltern eine gesündere Zukunft zu ermöglichen und Fachkräfte in ihrer anspruchsvollen Tätigkeit zu unterstützen.

Ein Forum für Austausch und Lösungsfindung

Das Beratungsforum „Delkip“ richtet sich speziell an Fachkräfte, die in ihrer täglichen Arbeit mit Familien zu tun haben, in denen ein Elternteil psychisch erkrankt ist. Der Austausch zwischen den verschiedenen Professionen steht dabei im Mittelpunkt: Vertreterinnen und Vertreter aus psychologischen Beratungsstellen, der Jugendhilfe, jugendärztlichen und sozialpsychiatrischen Diensten der Stadt sowie Expertinnen und Experten der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Wichernstift und der Drogenberatungsstelle Drob der Arbeiterwohlfahrt (AWO) arbeiten zusammen.

Gemeinsam werden anonymisierte Fälle vorgestellt und in strukturierter Beratung diskutiert. Die daraus resultierenden Handlungsempfehlungen werden protokolliert und dienen als Leitfaden für weitere Maßnahmen im Umgang mit betroffenen Familien.

Warum sind Kinder psychisch kranker Eltern besonders gefährdet?

Laut Fachliteratur werden Kinder von psychisch erkrankten Eltern oft als „vergessene Angehörige“ bezeichnet. Sie sind jedoch keine Randgruppe: Viele Erkrankte haben Kinder, und diese sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, selbst psychisch zu erkranken. Frühzeitige Hilfestellungen können diese Gefahr erheblich mindern und darüber hinaus aufwendige Maßnahmen der Jugendhilfe oder Heilbehandlung vermeiden.

Herausforderungen für die Fachkräfte

Die Arbeit der beteiligten Fachkräfte ist von komplexen Herausforderungen geprägt. Personalmangel, begrenzte finanzielle Ressourcen und eine stetig wachsende Zahl der Betroffenen erschweren einen individuell zugeschnittenen Umgang mit den Kindern. Nicht jede Einrichtung verfügt über ausreichende Erfahrung mit dieser Zielgruppe – hier bietet das Forum dringend benötigte Unterstützung.

Geschichte und Wiederaufnahme des Forums

„Delkip“ existiert seit 2011, nachdem eine Erhebung aufdeckte, dass in Delmenhorst mehr als 200 Familien vom Thema betroffen sind. Während der Corona-Pandemie musste das Forum pausieren. Die Wiederaufnahme erforderte erhebliche Kraftanstrengungen, da die beratenden Fachkräfte mit denselben Belastungen wie die von ihnen unterstützten Institutionen ringen. Die Stadtverwaltung sieht die Wiederaufnahme als wichtigen Schritt, um die Versorgungslage für betroffene Kinder nachhaltig zu verbessern.

title="Weitere Informationen zum Beratungsforum Delkip"

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Die gemeinsame Arbeit verschiedener Fachstellen im Rahmen von „Delkip“ setzt damit ein wichtiges Zeichen für die Vernetzung in der psychosozialen Versorgung und einen nachhaltigen Schutz der betroffenen Kinder.

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