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Trauer um Dr. Harald Groth

Ehemaliger Oberbürgermeister von Delmenhorst verstorben – Bürger können ab 10. Juli im Rathaus Kondolenzbuch unterschreiben

Trauer um Dr. Harald Groth
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert · Herausgeber: Hessen App GmbH

Die Stadt Delmenhorst trauert um Dr. Harald Groth, der am 6. Juli im Alter von 82 Jahren verstorben ist. Dr. Groth prägte als ehemaliger Oberbürgermeister, Ehrenratsherr und langjähriger Kommunalpolitiker mehr als fünf Jahrzehnte das politische und gesellschaftliche Leben der Stadt. Sein Tod bewegt Verwaltung, Politik und viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt gleichermaßen.

Ein Leben für Delmenhorst: Dr. Harald Groths politisches Engagement

Dr. Harald Groth wurde 1943 in Uslar geboren und begann seine politische Laufbahn im Jahr 1972, als er Bürgermeister von Delmenhorst wurde. Bereits zwei Jahre später, am 1. Juli 1974, wählte man ihn zum Oberbürgermeister. Dieses Amt übte er bis zum 31. Dezember 1976 aus, blieb der Stadt jedoch weitere 30 Jahre als Mitglied der SPD-Fraktion erhalten.

Sein politisches Wirken reichte über die kommunale Ebene hinaus: 1986 wurde er in den niedersächsischen Landtag gewählt, wo er den Wahlkreis Delmenhorst bis 2003 vertrat. In vier Wahlperioden setzte er Akzente insbesondere in der Finanz-, Sozial- und Gesundheitspolitik – stets mit einem Fokus auf das Wohl der Delmenhorster Bürgerinnen und Bürger.

Schwerpunkte und nachhaltige Initiativen

  • Krankenhaus-Standort: Dr. Groth setzte sich maßgeblich für den Erhalt und die Entwicklung des städtischen Klinikums ein. Während der Fusion mit dem St.-Josef-Stift übernahm er von 2014 bis 2016 den Vorsitz im Aufsichtsrat der Klinikum Delmenhorst gGmbH.
  • Delmenhorster Heimstiftung: Als Mitgründer und langjähriger Vorsitzender prägte Groth die Entwicklung der Stiftung. Für seine Verdienste wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
  • Arbeiterwohlfahrt: Groth engagierte sich engagiert im Kreisverband Delmenhorst und darüber hinaus, dem er bis zu seinem Tod vorstand.
  • Auch als Vorsitzender des Rates von März 2004 bis Oktober 2006 sowie in einer weiteren Ratsperiode ab 2018 bis zu seinem endgültigen Ausscheiden 2020 blieb Groth ein wichtiger Ansprechpartner für zentrale Kommunalthemen.

    Würdigung und Anteilnahme

    Für sein jahrzehntelanges Wirken wurde Dr. Groth 2008 mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Oberbürgermeisterin Petra Gerlach würdigt ihn ausdrücklich: „Der plötzliche Tod von Dr. Harald Groth hat uns alle sehr betroffen gemacht. Seine Erfahrung, seine Sachkenntnis und sein Engagement werden der Stadt Delmenhorst fehlen. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.“

    Möglichkeiten zur Anteilnahme

    Ab dem 10. Juli haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre persönliche Anteilnahme in einem Kondolenzbuch im Rathaus auszudrücken. Das Buch liegt in der ersten Etage zu den Öffnungszeiten des Rathauses aus (Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr) und steht bis zur Trauerfeier zur Verfügung.

    Ein Erbe, das bleibt

    Dr. Harald Groth hinterlässt ein beeindruckendes Vermächtnis. Sein Engagement für die Stadt Delmenhorst, insbesondere in sozialen Belangen und der Sicherung wichtiger Einrichtungen, wird weiterhin nachwirken. Die kommenden Tage bieten der Bevölkerung Raum für Erinnerung und Würdigung eines Mannes, dessen Leben im Zeichen des Gemeinwohls stand.

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