Ätzende Flüssigkeit im Postzentrum löst Großeinsatz aus
In Zeven wurden 21 Menschen gesichtet, drei kamen vorsorglich ins Krankenhaus

Im Postverteilzentrum in Zeven hat am frühen Morgen ein Gefahrguteinsatz für einen größeren Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei gesorgt. Auslöser war eine zunächst unbekannte Flüssigkeit, die aus einem Paket ausgetreten war. Der Einsatz wurde unter dem Stichwort GEF1 in der Straße Zur Reege alarmiert.
Erkundung und erste Sicherungsmaßnahmen
Nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle verschafften sich die Kräfte zunächst einen Überblick über die Lage. Neben der Feuerwehr waren auch der Gefahrgutzug des Landkreises, die Polizei, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst, der Gemeindebrandmeister sowie der stellvertretende Kreisbrandmeister vor Ort.
Im weiteren Verlauf gingen Einsatzkräfte in Körperschutzanzügen der Klasse 2 vor. Damit wurde die Lage unter besonderen Schutzmaßnahmen bearbeitet, um den Kontakt mit dem freigesetzten Stoff zu vermeiden.
Identifizierung der Substanz
Über die UN-Nummer konnte die Flüssigkeit identifiziert werden. Es handelte sich demnach um eine ätzende Substanz, die unter anderem zur Abwehr von Wildtieren eingesetzt wird. Die genaue Einordnung war entscheidend für das weitere Vorgehen an der Einsatzstelle.
Rettungsdienst sichtete 21 Personen
Der Rettungsdienst untersuchte insgesamt 21 Personen. Drei von ihnen wurden vorsorglich in ein Krankenhaus transportiert. Weitere Details zu Verletzungen oder Beschwerden wurden in der Mitteilung nicht genannt.
Pakete gesichert und Halle geprüft
Die betroffenen Pakete wurden gesichert und in spezielle Fässer umgelagert. Die Entsorgung soll anschließend durch den Eigentümer über ein Fachunternehmen erfolgen. Damit wurde die unmittelbare Gefährdung an der Einsatzstelle zunächst beendet.
Im Anschluss überprüften die Einsatzkräfte die Halle mithilfe von Messgeräten. Erst nach Abschluss aller Maßnahmen konnte die Einsatzstelle an den Betreiber des Verteilzentrums übergeben werden.
Koordinierter Einsatz vor Ort
Der Einsatz in Zeven zeigt, wie schnell ein zunächst unklarer Vorfall in einem Logistikbetrieb einen koordinierten Gefahrguteinsatz auslösen kann. Entscheidend war dabei das abgestimmte Vorgehen der beteiligten Kräfte sowie die sichere Identifizierung und Sicherung des Stoffes.
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