Temporärer Architekturpavillon aus Braunschweig in engere Wahl für Niedersächsischen Staatspreis
Der temporäre Architekturpavillon auf dem Burgplatz in Braunschweig wurde in die engere Wahl für den Niedersächsischen Staatspreis für Architektur 2026 aufgenommen. Aus 100 Bewerbungen hat die zwölfköpfige Jury zehn Projekte ausgewählt; der Pavillon ist das einzige eingereichte Werk aus Braunschweig.
Hintergrund und Entstehung
Die Stadt Braunschweig ist Bauherrin des Pavillons. Das Projekt entstand aus einer Kooperation zwischen der Stadt, der Technischen Universität Braunschweig und dem Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA). Im Rahmen eines Wettbewerbs des Department Architektur der TU Braunschweig wurde ein Entwurf von Marcus Aurelius Jensen (JUHU! Architektur) und Marc‑André Tiede entwickelt, der anschließend von JUHU! Architektur zu einer realisierbaren Bauweise weiterentwickelt wurde. Der Pavillon wurde im Mai 2026 erstmals auf dem Burgplatz errichtet.
Architektur und Nutzung
Der Pavillon verfügt über einen rund 60 Quadratmeter großen Innenraum und eine frei zugängliche Außentribüne. Mit seiner markanten Tribünenarchitektur dient er als offener Raum für Kultur, Diskurs und Begegnung und schafft neue Blickbeziehungen auf dem Burgplatz. In der Sommersaison 2026 fanden dort über 60 Veranstaltungen mit mehr als 2 000 Besucherinnen und Besuchern statt, darunter Konzerte, Lesungen, Performances, Ausstellungen, Workshops und Gesprächsformate. Für das Jahr 2027 ist ein erneuter Aufbau auf dem Burgplatz geplant.
Preisverfahren
Der Niedersächsische Staatspreis für Architektur ist die höchste Architekturauszeichnung des Landes und wird alle zwei Jahre vom Land Niedersachsen in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer Niedersachsen verliehen. Die zehn Arbeiten der engeren Wahl gelten nach Aussage der Jury als beispielhaft für architektonische Qualität, Innovationskraft und gesellschaftliche Verantwortung. Die Preisverleihung findet am Donnerstag, dem 5. November 2026, im Landesmuseum Hannover statt.
Finanzierung
Die Realisierung des Pavillons erfolgt mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des Förderprogramms „Resiliente Innenstädte“. Weitere Informationen zur Förderung finden Sie unter www.europa-fuer-niedersachsen.de.
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