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Flammen greifen auf Dachstuhl über

Großeinsatz in Rotenburg: 144 Kräfte bekämpften stundenlang den Brand an einem Mehrparteienhaus

Von Redaktion

In Rotenburg (Wümme) hat ein Dachstuhlbrand in einem Mehrparteienhaus am Samstagnachmittag einen umfangreichen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Zunächst war ein brennender Balkon in der Wilhelm-Richard-Straße gemeldet worden. Noch vor dem Eintreffen der ersten Kräfte zeigte sich jedoch, dass sich das Feuer bereits auf den Dachstuhl ausgebreitet hatte.

Brand greift auf Dachstuhl über

Die Feuerwehren Rotenburg und Borchel wurden zunächst mit dem Einsatzstichwort F2-Y alarmiert. Weil anfangs unklar war, ob sich noch Personen in den betroffenen Wohnungen befanden, war schnelles Handeln erforderlich. Nach der ersten Lagemeldung wurde das Alarmstichwort umgehend auf Feuer 3 erhöht, weitere Kräfte wurden nachgefordert.

Vor Ort stellte sich heraus, dass an zwei Dachgauben und den Balkonen eines Mehrparteienhauses gebrannt hatte. Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz zur Personensuche in das Gebäude vor. Alle Bewohner hatten das Haus zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits eigenständig verlassen, sodass sich die Einsatzkräfte vollständig auf die Brandbekämpfung konzentrieren konnten.

Aufwendige Nachlöscharbeiten am Dach

Besonders zeitintensiv gestalteten sich die Nachlöscharbeiten. Die Bauweise des relativ neuen Gebäudes erforderte ein mühsames Öffnen des Daches sowie der Innenhaut der Dachkonstruktion in Handarbeit. Über zwei parallel eingesetzte Drehleitern wurde die betroffene Dachfläche Stück für Stück geöffnet, um immer wieder aufflammende Glutnester gezielt abzulöschen.

Zusätzlich kamen speziell geschulte Absturzsicherungsgruppen der Gemeinde zum Einsatz. Um sicherzugehen, dass keine unentdeckten Glutnester im Dachbereich zurückbleiben, wurde am Ende auch ein Bagger eingesetzt, der die beiden Giebel abtrug. Wegen der langen Einsatzdauer wurde außerdem frühzeitig das Technische Hilfswerk hinzugezogen, um eine großflächige Ausleuchtung sicherzustellen.

Großeinsatz mit zahlreichen Kräften

Insgesamt waren 144 Einsatzkräfte mit 32 Fahrzeugen vor Ort. Im Einsatz befanden sich die Feuerwehren aus:

  • Rotenburg
  • Borchel
  • Unterstedt
  • Mulmshorn
  • Waffensen
  • Boitzen
  • Bötersen
  • Reeßum
  • Helvesiek
  • Scheeßel
  • Sottrum
  • Stapel
  • Zeven
  • Unterstützung kam zudem vom THW, einer Schnelleinsatzgruppe Rettung sowie dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst. Auch die Drohne aus Bothel war im Einsatz und unterstützte die Einsatzleitung mit Lagebildern aus der Luft.

    Nach 12 Stunden an die Polizei übergeben

    Nach Abschluss der Lösch-, Kontroll- und Aufräumarbeiten sowie der Brandwache wurde die Einsatzstelle nach 12 Stunden an die Polizei übergeben. Angaben zur Schadenhöhe und zur Brandursache konnte die Feuerwehr nicht machen.

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