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Großkontrolle im Gewerbegebiet Munderloh

100 Einsatzkräfte decken Schwarzarbeit, Urkundenfälschung und Tierschutzverstöße auf

Von Redaktion

Im Gewerbegebiet Munderloh bei Delmenhorst fand am heutigen Tag eine umfangreiche, behördenübergreifende Kontrollaktion statt. Koordiniert wurden die Maßnahmen vom Polizeikommissariat Wildeshausen, unterstützt durch den Landkreis Oldenburg, das Hauptzollamt Oldenburg, die Steuerfahndung sowie die Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch.

Umfassende Kontrollen: Zusammenarbeit über Behörden hinweg

Gleich an acht verschiedenen Flurgrundstücken und Gewerbeobjekten kamen die Einsatzkräfte zusammen. Eingebunden waren neben der Polizei auch Mitarbeitende aus Bereichen wie Gewerbe- und Bauaufsicht, Lebensmittelüberwachung und Veterinäramt. Vom Hauptzollamt war die Verkehrswegekontrolleinheit vor Ort, während die Steuerfahndung insbesondere arbeits- und sozialversicherungsrechtliche sowie steuerrechtliche Aspekte im Blick behielt.

Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte beteiligt – ein deutliches Zeichen für die Bedeutung der Maßnahme und die konsequente Umsetzung des Kontrollziels.

Ziele der Kontrolle: Fokus auf Rechtssicherheit und Prävention

Das übergeordnete Ziel war es, mögliche Straf- oder Ordnungswidrigkeiten zu identifizieren und die Einhaltung geltender Vorschriften zu überprüfen. Im Fokus standen dabei:

  • gewerberechtliche Standards
  • arbeits- und sozialversicherungsrechtliche Bestimmungen
  • steuer- und zollrechtliche Vorgaben
  • Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung
  • Durch die enge Abstimmung der beteiligten Behörden konnte eine ganzheitliche Betrachtung aller relevanten Betriebe sichergestellt werden.

    Erste Ergebnisse und Verdachtsmomente

    Im Verlauf der Kontrollen ergaben sich verschiedene Verdachtsmomente, die teils noch einer weiteren Überprüfung bedürfen. Mehrfach wurde der Verdacht auf illegalen Aufenthalt und Beschäftigung festgestellt. Zusätzlich gab es diverse Verstöße gegen abfallwirtschaftsrechtliche Vorschriften, insbesondere im Umgang mit sogenannten „Schrottfahrzeugen“. Weiterhin wurden Hinweise auf baurechtswidrige Urkundenfälschungen sowie mögliche Tierschutzverstöße festgestellt. Alle festgestellten Verfehlungen werden intern weiterverfolgt und deren Konsequenzen sorgfältig geprüft.

    Stimmen aus der Einsatzleitung: Klare Botschaft an die Betriebe

    Nils Wiebusch, Leiter des Polizeikommissariats Wildeshausen, betont die Effizienz der Aktion:

    „Die heutige Verbundkontrolle belegt eine sehr starke und verlässliche Sicherheitsstruktur. Durch die gebündelten Kompetenzen aller Netzwerkpartner konnten heute viele Prüfungen durchgeführt werden – ein Zeichen für Prävention, aber auch für die Ahndung von Rechtsverstößen. Die Zusammenarbeit im Rahmen der jeweiligen Zuständigkeiten ermöglicht eine effiziente Bündelung der Fachkompetenz und trägt außerdem zu Transparenz und Rechtssicherheit bei.“

    Landrat Dr. Pundt hebt den präventiven Charakter hervor:

    „Mit der gemeinsam geplanten und durchgeführten Großkontrolle des Gewerbegebietes wollen wir ein Signal setzen, denn wir erwarten von allen Betriebsarten einen geordneten und sicheren Betriebsablauf. Ich danke allen Beteiligten für ihren zielgerichteten Einsatz und wir werden auch künftig eng kooperieren, um die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zu überprüfen und die Sicherheit sowie Ordnung nachhaltig zu stärken.“

    Bürgermeister Heinisch nimmt auch die Betriebe selbst in die Pflicht:

    „Die gute gemeinsame Vorbereitung und die konsequente Umsetzung der Maßnahmen zeigen, dass alle beteiligten Behörden und die Gemeinde Hatten im gesamten Landkreis keine rechtsfreien Räume zulassen. Es zeigt, dass staatliche Institutionen vor Ort sind und dort einschreiten, wo es notwendig ist. Darüber hinaus suchen wir auch den Dialog, damit die Betriebe in Zukunft ordnungsgemäß und sicher geführt werden.“

    Einheitliches Signal: Nachhaltige Prävention und Kontrolle

    Die Aktion wird als Teil einer kontinuierlichen Kontroll- und Präventionsstrategie gewertet. Das Ziel: Missstände frühzeitig aufzudecken, ihnen entgegenzuwirken und die gesetzlichen Bestimmungen zur Sicherheit und Ordnung durchzusetzen.

    Auch in Zukunft wollen die beteiligten Behörden die lagerspezifischen und branchenspezifischen Risiken im Gewerbegebiet genau im Auge behalten und eng zusammenarbeiten. Für Betriebe bedeutet dies: Achtsamkeit auf die Einhaltung aller Vorschriften bleibt Pflicht und wird regelmäßig überprüft.

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