Sprache wählen

Großübung am Flugplatz Karlshöfen: Flugzeugkollision simuliert

300 Einsatzkräfte meistern Rettung von 60 Verletzten und Brände – Drohnen und Rettungshunde im Einsatz

Von Redaktion
Großübung am Flugplatz Karlshöfen: Flugzeugkollision simuliert
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert · Herausgeber: Hessen App GmbH

Am vergangenen Samstag wurde der Flugplatz Karlshöfen zum Schauplatz einer groß angelegten Übung: Die Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord des Landkreises Rotenburg probte gemeinsam mit zahlreichen weiteren Einheiten ein komplexes Einsatzszenario. Im Mittelpunkt stand ein angenommenes Unglück mit dramatischem Ausmaß – eine Kollision zweier Flugzeuge und Absturz in eine Besuchergruppe.

Realistische Einsatzübung mit zahlreichen Beteiligten

Insgesamt waren rund 300 Einsatzkräfte an der Übung beteiligt. Neben den Kräften der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord wirkten auch die IuK-Komponente, der Einsatzleitwagen 3, der Verpflegungszug sowie spezialisierte Hilfsorganisationen mit. Auch der Bundesverband Einsatzkontingent Behandlungsplatz unterstützte das Szenario. Das bereitgestellte Kontingent war für eine Versorgung von etwa 50 Patienten pro Stunde ausgelegt und unterstützte die Kommunalen Freiwilligen aus Bremervörde.

  • Simulierte Kollision zweier Flugzeuge mit Absturz in eine Besuchergruppe
  • Unübersichtliche Lage mit etwa 60 Verletzten (Massenanfall von Verletzten, kurz ManV)
  • Brennende Wrackteile und Feuer auf angrenzende Vegetation
  • Mehrere vermisste Personen
  • Herausforderungen und innovative Einsatzmittel

    Die spezielle Lage des Flugplatzes stellte besondere Anforderungen: Enge Zufahrtsstraßen erschwerten den Abtransport der Patienten; eine Wasserversorgung musste über längere Distanzen aufgebaut werden.

    • Einsatzstelle wurde in mehrere Abschnitte gegliedert: Brandbekämpfung, Patientenversorgung und Personensuche
    • Drohnengruppe überwachte den Luftraum und lieferte Echtzeitbilder an die Einsatzleitung
    • Rettungshundestaffeln unterstützten bei der Suche nach Vermissten
    • Die Simulation endete nach rund drei Stunden erfolgreich. Sie machte deutlich, wie anspruchsvoll die Zusammenarbeit und Koordination zahlreicher Spezialkräfte in einer solchen Lage ist. Die Vielseitigkeit der Einsatzmöglichkeiten im Landkreis Rotenburg wurde eindrucksvoll sichtbar.

      Nicht nur Bewältigung – auch Vorbereitung als Herausforderung

      Neben der akuten Einsatzbewältigung erfordert eine Übung dieses Umfangs eine intensive Vorbereitung. Im Ernstfall würden zusätzliche Rettungsmittel wie Rettungsfahrzeuge, Rettungshubschrauber sowie Bundes- und Landeskräfte, wie das Technische Hilfswerk (THW), hinzugezogen werden.

      Die realitätsnahe Verletzungsdarstellung – von leichten Abschürfungen über schwere Verbrennungen bis hin zu simulierten Amputationen – wurde von zahlreichen Darstellern übernommen und rundete die Übung ab.

      Zusammenarbeit mit dem Aeroclub Elbe Weser Karlshöfen e.V.

      Ein besonderer Dank der Kreisfeuerwehr Rotenburg gilt dem Aeroclub Elbe Weser Karlshöfen e.V., der den Flugplatz für die Durchführung der Übung zur Verfügung stellte.

      Bedeutung und Ausblick

      Solche Großübungen sind wesentlicher Bestandteil der Einsatzvorbereitung und bieten allen Beteiligten wertvolle praktische Erfahrungen im Ernstfall.

      Eigene Anzeige

      Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

      Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

      Jetzt anfragen

      Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: