Hochseeschlepper „Rügen“ kehrt zurück
Nach 17.000 Seemeilen stärkte die Besatzung unter Kapitän Lücken maritime Sicherheit im Mittelmeer
Am Mittwoch, den 10. Dezember 2025, kehrt der Hochseeschlepper "Rügen" nach erfolgreichem ersten Mittelmeer-Einsatz in den Marinestützpunkt Wilhelmshaven zurück. Das Schiff, unter der Führung von Kapitän Lutz Lücken, ist nach rund anderthalb Jahren Dienstzeit nun von seiner Mission zurückgekehrt und bringt vielfältige Erfahrungen mit.
Erfolgreicher Mittelmeer-Einsatz
Angeführt von Kapitän Lutz Lücken, stellte die Teilnahme an der multinationalen Mission im Mittelmeer gleich in mehrfacher Hinsicht eine Premiere dar: Erstmals wurde "Rügen" als ziviles Trossgeschwader für einen solchen Einsatz entsendet. Die Besatzung lief dabei verschiedene griechische Häfen an und war ebenso Teil einer feierlichen Kommandoübergabe Anfang August im türkischen Aksaz an den italienischen Verbandsführer der Standing Maritime Group. Im Anschluss besuchte der italienische Admiral das Schiff und äußerte explizit seine Zufriedenheit mit der Mannschaft.
Kapitän Lücken hebt hervor: „Für einen Großteil meiner Mannschaft war dies eine komplett neue Erfahrung. Doch jedes Besatzungsmitglied des Schleppers 'Rügen' hat seinen Teil zu einer erfolgreichen Durchführung beigetragen.“
Technische und personelle Ausstattung
Die "Rügen" legte auf ihrer Reise ungefähr 17.000 Seemeilen zurück, was etwa 31.484 Kilometern entspricht. Insgesamt besteht die Besatzung aus 24 Mitgliedern, darunter neben der Stammbesatzung auch zusätzliche zivile Kräfte sowie zwei Soldaten zur Unterstützung.
Maritimes Engagement im Bündnis
Die Bundeswehr beteiligt sich – auf Beschluss des Bundestages – laufend an multinationalen Flottenverbänden wie der Standing NATO Maritime Group 2 (SNMG 2). In diesen Bündnissen kommen regelmäßig deutsche Schiffe und Boote zum Einsatz. Auch friedenszeitliche Missionen gelten hier als kontinuierliche Verpflichtung. Die NATO-Flottenverbände existieren bereits seit mehreren Jahrzehnten.
Ein wichtiger Beitrag des Engagements: Die Bundeswehr unterstützt seit 2016 aktiv bei der Bewältigung der Flüchtlings- und Migrationskrise im Mittelmeerraum. Ziel ist es, die Flüchtlingsbewegungen zu reduzieren und die Zusammenarbeit mit griechischen, türkischen und europäischen Behörden zu stärken. Dazu zählt auch die Überwachung des Seegebietes und die Lieferung von Lageinformationen an die Behörden und die europäische Grenzagentur FRONTEX.
Technische Fähigkeiten der 'Rügen'
Der 2025 in Dienst gestellte Hochseeschlepper erfüllt die aktuellen Anforderungen der maritimen Industrie. Er verfügt über moderne Zug- und Schleppausrüstungen, kann bei Volllast bis zu 21.000 Tonnen sicher bewegen und ist besonders für anspruchsvolle Aufgaben im offenen Seegebiet (A3) ausgelegt.
Das Schiff ist außerdem mit einem eigenen Arbeitsboot ausgestattet und erlaubt die Aufnahme weiteren Personals, was gerade bei mehrtägigen internationalen Missionen von Vorteil ist.
Kontakt und weiterführende Informationen
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Für detaillierte Informationen zu den Einsätzen, technischen Spezifikationen und der Möglichkeit zur Akkreditierung stehen verschiedene Anhänge und Audiodateien zur Verfügung.
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