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Krankenversicherung 2023: Fast alle versichert

Weniger als 0,1 % der Deutschen ohne Krankenversicherung – aktuelle Zahlen und Hintergründe

Von Redaktion
Krankenversicherung 2023: Fast alle versichert
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Im Jahr 2023 waren in Deutschland rund 72.000 Menschen nicht krankenversichert und hatten auch keinen sonstigen Anspruch auf Krankenversorgung. Diese Zahl entspricht laut Statistischem Bundesamt weniger als 0,1 % der Gesamtbevölkerung. Insgesamt zeigt der aktuelle Bericht zur Krankenversicherung einen breiten Überblick über die Versicherungssituation in Deutschland und gibt Aufschluss über verschiedene Versichertengruppen.

Versicherungssituation im Detail

Während der Großteil der Bevölkerung laut der Haushaltsbefragung über einen Krankenversicherungsschutz verfügt, gibt es weiterhin Menschen ohne entsprechenden Schutz. Von den Personen ohne Krankenversicherung sind 61 % Männer. Zudem zählen etwa 54 % der Betroffenen zu den sogenannten Nichterwerbspersonen – darunter insbesondere Rentnerinnen und Rentner sowie Studierende, die älter als 26 Jahre sind.

Freiwillig Versicherte und private Krankenversicherung

  • Etwa 11 % aller Versicherten sind privat krankenversichert.
  • Knapp 5 Millionen Menschen sind freiwillig gesetzlich versichert. Zu dieser Gruppe gehören vor allem Selbständige sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einem Bruttoeinkommen über der sogenannten Jahresarbeitsentgeltgrenze.
  • Freiwillig gesetzlich Versicherte machen etwa 7 % der gesetzlich Versicherten aus.
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen und Anspruch auf Versorgung

    Die Krankenversicherungspflicht gilt für alle Personen mit Wohnsitz in Deutschland. Zusätzlich gab es rund 198.000 Menschen, die zwar keinen Krankenversicherungsschutz hatten, aber dennoch Anspruch auf medizinische Versorgung besaßen.

    Erhebung und methodische Hinweise

    Die Angaben basieren auf Daten aus der größten jährlichen Haushaltsbefragung der amtlichen Statistik. Dabei werden etwa 1 % der Bevölkerung zu ihren Lebensbedingungen befragt – einschließlich Personen in Privathaushalten und Gemeinschaftsunterkünften. Nicht berücksichtigt werden wohnungslose Menschen, Angehörige der Streitkräfte sowie Personen in ausländischen diplomatischen Vertretungen und deren Familien.

    Die Daten stammen aus einem vierjährlich erhobenen Zusatzprogramm zum Thema Krankenversicherung, das erstmals im Rahmen eines neu gestalteten Mikrozensus durchgeführt wurde. Dadurch sind Vergleiche mit früheren Jahren nur eingeschränkt möglich.

    Datenauswertung und Informationsquellen

    Die Endergebnisse für das Jahr 2023 beruhen auf Hochrechnungen anhand von Bevölkerungsfortschreibungen. Zusätzlich weist das Statistische Bundesamt auf die veränderte Methodik nach Einführung des neuen Mikrozensus im Jahr 2020 und der Umstellung auf den Zensus 2022 hin.

    Für weiterführende Informationen stehen die GENESIS-Datenbank und die Online-Datenbank der Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE) zur Verfügung. Dort können detaillierte Daten über Krankenversicherung eingesehen werden.

    Weitere Informationen beim Statistischen Bundesamthttps://www.destatis.de

    Die Zahlen des Statistischen Bundesamts geben einen Überblick über die Entwicklung des Krankenversicherungsschutzes und machen deutlich, dass die Pflicht zur Krankenversicherung in Deutschland in weiten Teilen umgesetzt wird – es jedoch weiterhin Herausforderungen bei bestimmten Bevölkerungsgruppen gibt.

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