Kriminalität auf historischem Tiefstand
Polizeiinspektion Aurich/Wittmund meldet 11.012 Straftaten und erneut über 70 Prozent Aufklärungsquote

Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 der Polizeiinspektion Aurich / Wittmund zeigt eine insgesamt positive Entwicklung: Die Zahl der registrierten Straftaten liegt mit 11.012 auf einem historischen Tiefstand. Gleichzeitig wurde erneut eine Aufklärungsquote von über 70 Prozent erreicht.
Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Rückgang der registrierten Straftaten um knapp elf Prozent. Nach Angaben der Polizeiinspektion war die Zahl seit dem Bestehen der Statistik im Jahr 2004 nie niedriger. Besonders hervorgehoben wird zudem, dass sich die Aufklärungsquote bereits zum zweiten Mal in Folge auf einem hohen Niveau bewegt und über dem Landesdurchschnitt liegt.
Historischer Tiefstand bei den Fallzahlen
Die Kernpunkte der Statistik fallen klar aus: weniger registrierte Straftaten, zugleich eine anhaltend hohe Aufklärungsleistung. Von den 11.012 erfassten Fällen konnten 7.753 aufgeklärt werden. Aus Sicht der Polizei unterstreicht das die Entwicklung einer insgesamt vergleichsweise sicheren Region.
Leitender Polizeidirektor ... verweist in diesem Zusammenhang auf die positive Entwicklung und betont zugleich, dass die Ermittlungsarbeit anspruchsvoller werde. Zwar werde ein Anstieg in einem bestimmten Bereich festgestellt, doch nehme die Komplexität der notwendigen Ermittlungen stetig zu. Umso mehr stehe die Qualität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Fokus.
Gewaltdelikte und Rohheitsdelikte im Blick
Auch bei den Gewaltdelikten meldet die Statistik einen Rückgang. Zu diesem Bereich zählen unter anderem Rohheitsdelikte gegen die persönliche Freiheit, etwa Nötigung, Bedrohung und Raubtaten. Im Vergleich zum Vorjahr wurden hier 365 Fälle weniger registriert, was einem Rückgang von 12,47 Prozent entspricht.
In der Mitteilung wird zudem auf Delikte mit Tatmitteln eingegangen. Dabei wird ausdrücklich festgehalten, dass Messer in einer Reihe von Fällen ausschließlich als Drohmittel eingesetzt wurden. Die Polizei spricht von einer Entwicklung, die weiter genau beobachtet werden müsse.
Diebstahl bleibt ein zentrales Deliktsfeld
Im Bereich der Diebstahlsdelikte verweist die Polizeiinspektion auf eine weitere wichtige Entwicklung. Mehrere Teilbereiche dieses Deliktsfeldes sind zurückgegangen oder bewegen sich auf einem niedrigen Niveau. Gleichzeitig wird deutlich, dass einzelne Formen des Diebstahls weiterhin eine hohe Relevanz haben.
So wird etwa darauf hingewiesen, dass Fahrraddiebstähle seit Jahren eine Rolle spielen und sich die Zahl insgesamt auf einem bestimmten Niveau bewegt. Auch beim Ladendiebstahl wird von einem weiter fortgesetzten Trend gesprochen. Die Zahlen zeigen nach Angaben der Polizei, dass dieses Deliktsfeld insgesamt aufmerksam beobachtet werden muss.
Wohnungseinbrüche und Gewerbeobjekte
Bei den Wohnungseinbrüchen blieb die Entwicklung im Vergleich nahezu gleichbleibend. Auffällig ist dabei, dass bei fast 50 Prozent der Einbruchsdiebstähle der Versuch gescheitert ist. Die Polizei wertet das als gutes Signal.
Einbrüche in Gewerbeobjekte sind ebenfalls Thema der Statistik. Hier ist die Zahl im Vergleich zu 2024 gesunken. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass das Dunkelfeld groß sei, da viele Betroffene keine Anzeige erstatten und die Fälle dadurch nicht in der Statistik erscheinen.
Betrugsdelikte zum Nachteil älterer Menschen
Weiterhin bleiben Betrugsdelikte zulasten älterer Menschen ein Thema. Gemeint sind Fälle, die unter Begriffen wie „Enkeltrick“ oder falsche Polizeibeamte bekannt sind. Nach Angaben der Polizei wurden in diesem Deliktsbereich im Vergleich zum Vorjahr weniger Taten registriert.
Dennoch kam es in einzelnen Fällen zu vollendeten Betrugsdelikten, die für die Opfer immer mit finanziellen und emotionalen Schäden verbunden sind. Die Polizei verweist damit auf die anhaltende Bedeutung von Prävention und Aufmerksamkeit im Alltag.
Fokus auf Häusliche Gewalt und Kinder- und Jugendkriminalität
Inspektionsleiter Stephan Zwerg zieht ein insgesamt positives Fazit. Die Zahlen gingen zurück, die Aufklärungsquote bleibe hoch. Zugleich macht er deutlich, dass weiterhin viel zu tun sei. Besonders mit Blick auf Straftaten im Kontext Häuslicher Gewalt sowie die hohen Fallzahlen bei der Kinder- und Jugendkriminalität sieht die Polizei gute Netzwerke mit anderen Behörden und regionalen Beratungsstellen als wichtigen Baustein.
Die Polizeiinspektion Aurich / Wittmund betont damit eine doppelte Entwicklung: einerseits rückläufige Fallzahlen und eine starke Aufklärungsarbeit, andererseits weiterhin erhebliche Aufgaben in einzelnen Deliktsfeldern. Der Befund der Statistik fällt insgesamt klar aus, bleibt in der Einordnung aber differenziert.
Einordnung der Polizei
Die Mitteilung macht deutlich, dass sich die Region aus Sicht der Polizei vergleichsweise sicher anfühlt und die enge Verbindung zur Bevölkerung eine wichtige Rolle spielt. Gleichzeitig wird der Blick nach vorn gerichtet: Die Polizei kündigt an, bei den genannten Schwerpunkten nicht nachzulassen.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.