Storch löst Großeinsatz an Lehrter Klärteichen aus
Feuerwehrtaucher suchen nach regungslosem Vogel – Entwarnung: Storch macht nur Pause
Am Sonntagvormittag wurde die Tierrettung der Stadtfeuerwehr Lehrte zu einem ungewöhnlichen Einsatz gerufen: Ein Storch hatte an den alten Klärteichen in Lehrte die Aufmerksamkeit mehrerer Bürgerinnen auf sich gezogen, nachdem er dort bereits am Vortag regungslos gesichtet worden war. Die alarmierten Einsatzkräfte standen schnell vor der Frage, ob das Tier verletzt oder möglicherweise im dichten Uferbewuchs festgesetzt war.
Rettungsmaßnahmen unter erschwerten Bedingungen
Vor Ort trafen die Einsatzkräfte aus Röddensen auf zwei aufmerksame Frauen, die den Storch seit Stunden beobachtet hatten. Um möglichst schnell helfen zu können, wurde eine eingehende Erkundung des Teichgeländes vorgenommen. Allerdings erschwerte der starke Bewuchs rund um den Klärteich das Vorankommen erheblich. Da kein geeigneter Ort zum Zuwasserlassen eines Bootes vorhanden war, blieb nur der Weg direkt durchs Wasser.
Die Einsatzleitung entschied daraufhin, Feuerwehrtaucher mit Neoprenanzügen einzusetzen. Die Taucher näherten sich dem verdächtigen Standort des Storches vorsichtig schwimmend, um zu überprüfen, ob das Tier tatsächlich Hilfe benötigte.
Unverhofftes Ende der Rettungsaktion
Der Storch zeigte sich während des Einsatzes äußerst aufmerksam und beobachtete das Vorgehen seiner vermeintlichen Retter genau. Als das Taucherteam schließlich bis auf drei Meter herangekommen war, flog der Storch plötzlich davon. Die Helfer mussten daher feststellen: Der Vogel war weder verletzt, noch saß er fest, sondern hatte sich lediglich eine längere Pause gegönnt.
Kooperation verschiedener Rettungseinheiten
Im Einsatz befanden sich neben der Tier- und Wasserrettung auch der Feuerwehrpressesprecher der Stadtfeuerwehr. Insgesamt waren 10 Einsatzkräfte mit drei Fahrzeugen an der Aktion beteiligt. Trotz des letztlich glimpflichen Ausgangs zeigte der Einsatz erneut, wie aufmerksam Bürgerinnen und Bürger auf Tiere in ihrer Umgebung reagieren und wie sorgfältig die Rettungskräfte vorgehen.
Nach dem Einsatz zogen die Beteiligten ein positives Fazit: Die schnelle Alarmierung und das koordinierte Vorgehen verschiedener Rettungseinheiten trugen dazu bei, dass im Notfall sofortige Hilfe möglich gewesen wäre. Glücklicherweise blieb sie diesmal aus Sicht des Storches jedoch unnötig.
Die Stadtfeuerwehr Lehrte weist abschließend darauf hin, dass bei offensichtlichen Verletzungen oder ungewöhnlichem Verhalten von Wildtieren weiterhin umgehende Meldung an die zuständigen Rettungsdienste erfolgen sollte. So kann im Ernstfall schnell geholfen werden.
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