Buchholz gedenkt am Volkstrauertag
Gemeinschaftliches Erinnern an Krieg und Gewalt mit Appell für Frieden und Demokratie


Am diesjährigen Volkstrauertag fanden sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus Buchholz am alten Friedhof ein, um gemeinsam der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu gedenken. Die Stadt Buchholz betonte dabei insbesondere die Bedeutung eines ausgeprägten historischen Bewusstseins in der aktuellen Zeit.
Gedenkveranstaltung am alten Friedhof
Um 11:30 Uhr begann die feierliche Zusammenkunft mit der Teilnahme von Jan-Hendrik Öhse, der für Bürgermeister Wilhelm sprach. Ebenso waren der Schützenverein SV 01, die Reservistenkameradschaft und Vertreterinnen und Vertreter des Sozialverbands Deutschland (SoVD) anwesend. Die musikalische Begleitung übernahm der Posaunenchor der St. Paulus Kirchengemeinde unter Leitung von Wolfgang Hofmann und verlieh dem Moment zusätzliche Würde.
Reden im Zeichen des Erinnerns und der Verantwortung
In seiner Ansprache erinnerte Bürgermeister Öhse eindrücklich an die Millionen Opfer der Weltkriege sowie der NS-Gewaltherrschaft. Er schlug dabei die Brücke zu aktuellen Konflikten und die damit einhergehende Debatte über die Verteidigungsbereitschaft Deutschlands, insbesondere im Kontext der Ukraine.
Öhse betonte: „Unser Grundgesetz, unsere freiheitlich-demokratische Werteordnung gilt es zu verteidigen.“ Gleichzeitig appellierte er, sich für Frieden einzusetzen, und mahnte: „Krieg kennt nur Verlierer. Deshalb müssen wir uns alle weiterhin einsetzen, damit es keine weiteren Verlierer geben wird.“
Pastor Nordmann über das Erinnern
Pastor Nordmann stellte das Erinnern in den Mittelpunkt seiner Rede. Der Volkstrauertag, so Nordmann, solle alle mahnen, wachsam zu bleiben, damit sich die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholten. Dabei gelte es zu schützen, was den Menschen wichtig und wertvoll sei.
Traditionelle Kranzniederlegung als Zeichen des Respekts
Nach den Reden setzten die Anwesenden das Gedenken mit einer traditionellen Kranzniederlegung fort. Kränze wurden nicht nur an den Gräbern deutscher Soldaten, sondern auch an den Ruhestätten polnischer, russischer Zwangsarbeiter und Deportierter niedergelegt – ein stilles Zeichen gegen das Vergessen und für die Versöhnung.
Wachsamkeit und Versöhnung als gesellschaftliche Aufgabe
Die Veranstaltung verdeutlicht, wie wichtig gemeinsames Erinnern und aktives Engagement für Frieden und Demokratie sind. In Zeiten aktueller globaler Herausforderungen setzen die Bürgerinnen und Bürger von Buchholz ein Zeichen für Verantwortung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
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