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Pressefreiheit in Ostfrieslands Kliniken gesichert

Kommunale Träger heben Verkaufsstopp für Zeitungen in Krankenhauskiosken auf und betonen Grundrecht

Von Redaktion Emden

In den vergangenen Tagen gab es in Ostfriesland eine lebhafte Diskussion über die Rolle der Presse in den örtlichen Kliniken. Auslöser war die Entscheidung, den Verkauf von Tageszeitungen in den Cafés und Kiosken der kommunalen Krankenhäuser einzuschränken – ein Schritt, der öffentlich und intern auf Kritik stieß. Nun haben der Oberbürgermeister der Stadt Emden, Tim Kruithoff, und der Landrat des Landkreises Aurich, Olaf Meinen, mit einem gemeinsamen Statement reagiert.

Stellungnahme zur Pressefreiheit

Kruithoff und Meinen betonen ausdrücklich die Bedeutung der Pressefreiheit als unverzichtbares Grundrecht. Auch kritische Berichterstattung müsse akzeptiert werden, da sie ein zentraler Baustein einer funktionierenden Demokratie sei. In ihrem Statement heißt es: „Unsere vergangenen Tage sind leider in eine Richtung gegangen, die wir so nicht akzeptieren können. Kritische Berichterstattung gehört zur Demokratie dazu. Pressefreiheit ist ein unverzichtbares Grundrecht – das steht für uns außer Frage.“

Gesundheitsversorgung und Dialog

Die kommunalen Träger stellen klar: Ihr Ziel ist es, gemeinsam für eine hochwertige Gesundheitsversorgung in der Region einzutreten. Dazu gehöre, so die beiden Verwaltungschefs, ein sachlicher und respektvoller Austausch aller Beteiligten. Dies schließe Mitarbeitende, Patientinnen und Patienten, die Politik, Verwaltung sowie die Presse ausdrücklich ein.

Maßnahme wird zurückgenommen

Im Mittelpunkt der Diskussion stand die zwischenzeitliche Einschränkung des Zeitungsverkaufs in den Krankenhauskiosken – eine Entscheidung, die nun revidiert wird. Nach Gesprächen mit dem Geschäftsführer der Kliniken soll die Maßnahme ab Montag zurückgenommen werden. Damit sind Zeitungen für Besucherinnen, Besucher und Mitarbeitende wieder wie gewohnt verfügbar.

Transparenz und gegenseitiger Respekt

Kruithoff und Meinen unterstreichen die Bedeutung von Transparenz und gegenseitigem Respekt. Vertrauen könne nur geschaffen werden, wenn alle Seiten im Dialog bleiben. Das Ziel sei es, die Gesundheitsversorgung in Ostfriesland gemeinsam stark für die Zukunft zu machen.

Ein Zeichen für Offenheit

Mit ihrem Statement setzen der Oberbürgermeister und der Landrat ein Zeichen für Offenheit und eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Medien. Die Rücknahme der umstrittenen Einschränkung dürfte dazu beitragen, das Vertrauen in die Institutionen zu stärken und die Bedeutung der Pressefreiheit im Klinikalltag zu betonen.

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