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Hameln testet Mini-Kreisverkehr ohne Ampeln

Sommer-Feldversuch an zentraler Kreuzung soll Verkehr flüssiger und sicherer machen

Von Redaktion Hameln

Die Stadt Hameln startet in den kommenden Sommerferien mit einem verkehrspolitisch spannenden Projekt: An der Kreuzung Kaiserstraße/Lohstraße/Wittekindstraße wird ein sogenannter Mini-Kreisverkehr entstehen. Das Vorhaben ist Teil eines Feldversuchs, mit dem die Stadt neue Wege für mehr Sicherheit und Effizienz im Straßenverkehr erprobt.

Umbau im Detail: Mini-Kreisverkehr als Feldversuch

Der Baubeginn ist für Montag, den 28. Juli, vorgesehen. Bisher regelte eine Ampelanlage den Verkehr am Knotenpunkt. Nun sollen veränderte Verkehrsströme und die Abschaffung der Lichtsignale zu einem besseren Verkehrsfluss beitragen. Die Stadt nutzt die Ferienzeit bewusst, um das Projekt umzusetzen. Wie Wiebke Kanz, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, mitteilt, bleibt damit das Verkehrsaufkommen durch die geschlossenen Schulen gering – ein wichtiger Faktor für den reibungslosen Start des Versuchs.

Auch an der Kreuzung Schillerstraße/Fahlte/Reimerdeskamp ist später ein Kreisverkehr geplant, allerdings erst nach Abschluss anderer Bauarbeiten in den Herbstferien.

Neue Verkehrsführung und Maßnahmen vor Ort

  • Abschaltung der Ampelanlage
  • Entfernung der Haltelinien und Abbiegepfeile
  • Montage von Fahrbahnteilern
  • Einrichtung neuer Zebrastreifen anstelle der bisherigen Fußgängerampeln
  • Bau eines etwa elf Meter großen, überfahrbaren Kreisels in der Mitte, umgeben von "Kölner Tellern" als Geschwindigkeitsschwellen
  • Das Prinzip ist bewährt: In Hessisch Oldendorf gibt es eine ähnliche Umgestaltung am Münchhausenring/Weserstraße. Dort kennen Verkehrsteilnehmer bereits das System der überfahrbaren Mittelinseln.

    Einbindung des Radverkehrs

    Die Schutzstreifen für den Radverkehr auf der Kaiserstraße bleiben bestehen. Radfahrende nutzen auch künftig die Fahrbahn durch den Kreisverkehr. So wird Kontinuität gewahrt und Sicherheit im Mischverkehr gewährleistet.

    Verkehrsführung während der Bauphase

    Die Bauarbeiten finden unter laufendem Verkehr statt. Öffentliche Verkehrsmittel aus Richtung Lohstraße werden während der Bauphase umgeleitet. Für alle anderen Verkehrsteilnehmer kann es vorübergehend zu Einschränkungen und kurzen Wartezeiten kommen – eine Vollsperrung ist jedoch ausgeschlossen.

    Sven Szubin, Fachbereichsleiter für Umwelt und technische Dienste, unterstreicht die Bedeutung der Maßnahme: „Kreisverkehre gelten als besonders sichere und leistungsfähige Knotenpunkte – wenn sie gut gemacht sind.“

    Ziele des Feldversuchs

    Die Stadt Hameln verfolgt mit dem Feldversuch mehrere Ziele:

    • Optimierung des Verkehrsflusses
    • Kosteneinsparung durch den Verzicht auf eine aufwendige Erneuerung der veralteten Ampelanlage
    • Erhöhung der Verkehrssicherheit an Knotenpunkten
    • Erste Erkenntnisse wird die Stadt über die kommenden Monate sammeln und auswerten, um zu entscheiden, ob der Mini-Kreisverkehr zur dauerhaften Lösung wird.

      Blick nach vorn

      Die Stadt Hameln setzt auf Verständnis und Rücksichtnahme der Bürgerinnen und Bürger, um die Umstellung reibungslos zu gestalten. Die Entwicklung des Mini-Kreisverkehrs wird in den kommenden Monaten aufmerksam beobachtet. Ob das neue System dauerhaft übernommen wird, entscheidet sich nach Abschluss und Auswertung des Feldversuchs.

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