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Kurzmitteilung: Blindgänger-Verdacht verzögert sich am BHW-Parkplatz

Technische Vorerkundung in Hameln dauert länger als geplant – Ergebnis frühestens am 15. April, mögliche Evakuierung weiter offen

Von Redaktion Hameln
Kurzmitteilung: Blindgänger-Verdacht verzögert sich am BHW-Parkplatz
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Unter dem BHW-Parkplatz an der Springer Landstraße steht weiterhin die Frage im Raum, ob dort ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegt. Die technische Vorerkundung, die darüber Klarheit bringen soll, verzögert sich. Ein Ergebnis, das ursprünglich für den 10. April erwartet wurde, soll nun frühestens am Mittwoch, 15. April vorliegen.

Verdacht nach Auswertung historischer Luftbilder

Ausgangspunkt der Untersuchungen waren historische Luftbilder, die vor Beginn von Bauarbeiten für eine Photovoltaikanlage routinemäßig ausgewertet worden waren. Die Aufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg und der Zeit kurz nach Kriegsende zeigen, dass das heutige Firmengelände an der Bahnstrecke Hannover-Paderborn während des Krieges bombardiert worden ist.

Auf den Bildern sind zahlreiche Krater und Bombentrichter zu erkennen. Gleichzeitig lässt sich daraus nicht eindeutig ableiten, ob eine Fliegerbombe niedergegangen und explodiert ist. Deshalb bleibt der Verdacht bestehen, dass sich möglicherweise noch ein Blindgänger im Boden befindet.

Technische Vorbereitung dauert länger als geplant

Um diesen Verdacht genauer zu prüfen, wird der Bereich seit Wochen schrittweise technisch vorbereitet. Seit dem 12. März bringt eine Fachfirma nahezu erschütterungsfrei Spundwände ein, um die Stelle abzusichern.

Die Arbeiten verliefen bisher nicht ohne Hindernisse: Drei Seiten konnten eingepresst werden, an einer Seite stießen die Fachleute jedoch auf festes Gestein. Dort muss nun vorsichtig vorgebohrt werden, bevor die tonnenschwere Spundwandpresse eingesetzt werden kann. Das nimmt mehr Zeit in Anspruch als zunächst angenommen.

Nächste Schritte vor einer möglichen Bewertung durch den KBD

Bevor Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen (KBD) mit hoher Wahrscheinlichkeit feststellen können, ob ein Blindgänger im Boden liegt oder nicht, müssen zunächst alle Spundwände sitzen und mit Stahlträgern abgesichert sein.

Anschließend wird die Baugrube am Verdachtspunkt bis zur letzten Erdschicht ausgehoben. Diese Vorarbeiten sind notwendig, damit die Fachleute des KBD gefahrlos in eine Tiefe von zehn bis elf Metern vordringen können. Dort wird die Bombe vermutet.

Entscheidung über mögliche Entschärfung steht noch aus

Erst nach Abschluss dieser Arbeiten kann entschieden werden, ob der vermeintliche Blindgänger komplett freigelegt und entschärft werden muss. Ebenso offen ist derzeit, ob mehr als 3.500 Menschen in den Stadtteilen Afferde, Rohrsen, Basberg und im Hottenbergsfeld am 26. April vorübergehend ihre Wohnungen verlassen müssen.

Die Vorbereitungen für den Fall einer notwendigen Entschärfung laufen dennoch bereits weiter. Eine Evakuierung dieser Größenordnung würde eine erhebliche logistische Herausforderung darstellen und erfordert die enge Zusammenarbeit zahlreicher Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten sowie der Stadtverwaltung.

Ungewisse Lage für die kommende Woche

Bis zur technischen Klärung bleibt die Lage somit offen. Die laufenden Arbeiten bestimmen den weiteren Zeitplan, während die Verantwortlichen parallel auf mögliche Folgen einer Entschärfung vorbereitet sind.

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