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30 Jahre Hilfe für Lanivtsi

Freundeskreis Ukrainefahrer liefert Hilfsgüter im Wert von 2,6 Millionen Euro und stärkt Städtepartnerschaft trotz Krise

30 Jahre Hilfe für Lanivtsi
30 Jahre Hilfe für Lanivtsi
Bild zum Beitrag© Redaktion Lingen (Ems)

Die Städtepartnerschaft zwischen Lingen (Ems) und Lanivtsi steht beispielhaft für bürgerschaftliches Engagement und internationale Solidarität. Seit mehr als drei Jahrzehnten unterstützt der Freundeskreis Ukrainefahrer die Menschen in Lanivtsi, einer Kleinstadt im Westen der Ukraine, mit vielfältigen Hilfsgütern.

50. Hilfstransport als Meilenstein der Zusammenarbeit

Anfang November wurde der 50. Hilfstransport auf den Weg gebracht – ein deutliches Zeichen, wie stark das Netzwerk und die Hilfsbereitschaft in Lingen gewachsen sind. Der mit zwölf Tonnen Spielzeug für Kinder, medizinischen Hilfsmitteln wie Gehhilfen, Rollatoren und Desinfektionsmittel sowie dringend benötigten Ersatzteilen für ein Müllfahrzeug beladene LKW legte rund 1.600 Kilometer zurück, um die Menschen in Lanivtsi zu erreichen.

Kraftakt Ehrenamt und Spendenbereitschaft

Alle Hilfstransporte wurden von Ehrenamtlichen organisiert. Die immense Resonanz zeigt sich auch in der Spendensumme: Seit 2022 wurden Hilfsgüter im Wert von insgesamt 2,6 Millionen Euro in die Ukraine gebracht. Im vergangenen Jahr allein belief sich das Gesamtgewicht der gelieferten Hilfen auf etwa 190 Tonnen, mit einem Warenwert von rund einer Million Euro.

Städtepartnerschaft und nachhaltige Unterstützung

Im Jahr 2022 wurde die langjährige Verbindung offiziell durch eine Städtepartnerschaft bestätigt. Die Unterstützung geht dabei weit über Soforthilfe hinaus: Durch die Bereitstellung von Notstromaggregaten und einer Solaranlage aus Lingen konnte das Krankenhaus in Lanivtsi unabhängig vom ukrainischen Gas- und Stromnetz gemacht werden. So werden selbst unter den schwierigen Bedingungen des Krieges eine sichere medizinische Versorgung und ein gewisser Alltag gewährleistet.

Danksagung und Wertschätzung

Beim Treffen im Rathaus unterstrich Bürgermeister Roman Kaznovetskyi aus Lanivtsi die Bedeutung der kontinuierlichen Unterstützung. Gemeinsam mit seinem Sohn reiste er nach Lingen und würdigte bei Oberbürgermeister Dieter Krone den freundschaftlichen Einsatz:

„Dank Ihrer Unterstützung sind wir trotz Kriegslage in der Lage, einen geregelten Alltag aufrechtzuerhalten. Die Arbeit des Freundeskreises der Ukrainefahrer und unsere Städtepartnerschaft bringen den Menschen in Lanivtsi nicht nur materielle Hilfe, sondern auch Zuversicht und Hoffnung auf eine gute Zukunft.“

Auch Oberbürgermeister Dieter Krone betonte die Wichtigkeit des Engagements:

„Die Freundschaft mit Lanivtsi zeigt, wie stark die Verbindung zwischen Menschen über Grenzen hinweg sein kann. Wir freuen uns, dass wir als Stadt Lingen den Menschen in der Ukraine konkret helfen können. Dass der Freundeskreis der Ukrainefahrer seit drei Jahrzehnten regelmäßig Hilfstransporte organisiert, ist ein beeindruckendes Beispiel für Menschlichkeit und Zusammenhalt.“

Gemeinsame Zukunft und Zeichen der Hoffnung

Der 50. Hilfstransport setzt ein sichtbares Signal für nachhaltige Partnerschaft und gegenseitige Unterstützung – insbesondere in Zeiten des Krieges. Die Erfahrungen aus Lingen und Lanivtsi machen deutlich: Solidarität und persönliches Engagement können entscheidend dazu beitragen, dass Menschen in Krisengebieten ihren Alltag weiterleben und Zuversicht schöpfen.

Das fortdauernde Engagement der Bürgerinnen und Bürger aus Lingen und die persönliche Begegnung mit Vertreterinnen und Vertretern aus Lanivtsi zeigen, wie wichtig und tragfähig die Brücken zwischen den beiden Städten geworden sind. Die Geschichte des Freundeskreises Ukrainefahrer wird somit auch weiterhin als Vorbild für menschlichen Zusammenhalt und internationale Freundschaft dienen.

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