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Lingen: KI und Roboter sollen smarte Textilien recyceln

An der Hochschule Osnabrück läuft das Projekt „ReSiST-AR“ mit dem Robotik-Unternehmen moduco – gefördert mit rund 422.000 Euro.

Lingen: KI und Roboter sollen smarte Textilien recyceln
Bild zum Beitrag© Redaktion Lingen (Ems)Bild 1 von 3

Smarte Kleidung, die leuchtet, Gesundheitsdaten misst oder im Notfall Alarm schlägt, ist längst keine Zukunftsvision mehr. Vor diesem Hintergrund rückt in Lingen ein Forschungsprojekt in den Fokus, das sich mit einer zentralen Frage beschäftigt: Wie lassen sich hochentwickelte Textilien nachhaltig recyceln?

An der Hochschule Osnabrück am Campus Lingen arbeitet dazu ein interdisziplinäres Forschungsteam gemeinsam mit Partnern aus der Region. Zu den beteiligten Unternehmen gehört auch das Lingener Robotik-Unternehmen moduco. Das Projekt hat nicht nur lokal Bedeutung, sondern sorgt auch überregional für Aufmerksamkeit. So berichtete der NDR kürzlich über die Entwicklungen am Campus Lingen und über Fortschritte bei der automatisierten Sortierung von Textilien mithilfe von Künstlicher Intelligenz und Robotik.

Forschung an smarten Textilien und Recyclingstrategien

Im Mittelpunkt steht das Projekt „ReSiST-AR – Recycling Strategies of Smart Textiles & automated Robotics“. Ziel ist es, smarte Textilien nachhaltiger zu gestalten und ihre Wiederverwertung zu verbessern. Dabei setzt das Forschungsteam auf moderne Sensorik und intelligente Robotik, um automatisierte Sortierprozesse zu ermöglichen und regionale Recyclingkreisläufe zu stärken.

Die Verbindung von textilem Hightech und Recycling stellt hohe Anforderungen an die Technik. Gerade smarte Textilien müssen zuverlässig erkannt und sortiert werden, bevor sie weiterverarbeitet werden können. Genau an dieser Stelle setzt das Projekt an.

Rolle von moduco im Projekt

Eine zentrale Rolle übernimmt dabei das Lingener Unternehmen moduco. Das Start-up entwickelt Robotiklösungen für den industriellen Einsatz und bringt seine Expertise insbesondere im Zusammenspiel von kamerabasierten Systemen in das Projekt ein.

Gemeinsam mit der Hochschule arbeitet moduco daran, Robotern beizubringen, unterschiedlichste Kleidungsstücke zuverlässig zu erkennen, zu greifen und zu sortieren. Die Aufgabenstellung gilt als technisch anspruchsvoll und ist eng mit dem Ziel verbunden, Recyclingschritte künftig stärker zu automatisieren.

Wirtschaftsförderung hebt Innovationspotenzial hervor

Die Stadt Lingen begleitet moduco bereits seit mehreren Jahren intensiv. Die Wirtschaftsförderung der Stadt verweist dabei auf das Innovationspotenzial des Unternehmens. Besonders hervorgehoben wird, dass moduco Hightech mit praxisnahen Lösungen verbindet und sich darüber hinaus auch in der Zusammenarbeit mit Schulen und in Förderprojekten engagiert.

Damit steht das Start-up beispielhaft für die Verbindung von technischer Entwicklung und regionaler Verankerung. Für die Stadt ist das Projekt zugleich ein weiterer Beleg dafür, wie sich Forschung, Wirtschaft und lokale Förderung gegenseitig verstärken können.

Signal für den Standort Lingen

Auch die Hochschule Osnabrück am Campus Lingen betont mit dem Vorhaben ihre Rolle als Impulsgeberin für Forschung und Entwicklung in der Region. Das Projekt leistet nach Angaben der Pressemitteilung nicht nur einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit, sondern stärkt auch die enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft.

Oberbürgermeister Dieter Krone sieht darin ein wichtiges Zeichen für den Standort. Er verweist darauf, dass am Campus gemeinsam mit einem innovativen Unternehmen wie moduco Zukunftstechnologien, Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Entwicklung zusammenkommen. Solche Projekte machten Lingen überregional sichtbar und stärkten die Position der Stadt als attraktiven Innovationsstandort.

Förderung und Ausblick

Das zweijährige Forschungsprojekt wird mit rund 422.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie des Landes Niedersachsen gefördert.

Mit Initiativen wie dieser positioniert sich Lingen nach eigener Darstellung einmal mehr als attraktiver Standort für Innovation, Forschung und unternehmerisches Wachstum. Das Projekt zeigt zugleich, wie eng technologische Entwicklung und Nachhaltigkeitsfragen inzwischen miteinander verbunden sind.

BU: Das Lingener Start-up moduco arbeitet am Forschungsprojekt der Hochschule mit.

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