„modulito“: Sprachförderung neu gedacht
Flexibles, modulares Programm unterstützt Schüler individuell von A1 bis B1

Das Start-up „modulito“ bringt ein neuartiges Sprachförderprogramm an Schulen, das den individuellen Lernweg von Schülerinnen und Schülern in den Fokus rückt. Entwickelt wurde das Konzept von Christine Amhoff, die aus ihrer Erfahrung als Berufsschullehrerin heraus neue Ansätze für den Deutschunterricht als Zweitsprache suchte. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Lingen, vertreten durch Sophia Schaa, unterstützte sie auf dem Weg in die Selbstständigkeit.
Individuelle Förderung durch modulare Struktur
Bei „modulito“ ist Flexibilität der zentrale Gedanke. So besteht das Programm aus verschiedenen Modulen, die einen Einstieg zu jedem Zeitpunkt und auf jedem Sprachniveau ermöglichen. „Die Schüler bringen aus ihren Herkunftsländern unterschiedliche Bildungserfahrungen mit und können so ganz individuell, jeder für sich lernen“, erläutert Christine Amhoff.
In dem Namen steckt, wie Amhoff betont, auch ganz bewusst das Wort „Mut“ – denn für viele bedeutet das Erlernen einer neuen Sprache ein Neuanfang in einem fremden Land. Gerade dieser Mut wird durch das System gefördert.
Hintergrund: Die Entstehung der Idee
Nach ihrer Elternzeit übernahm Christine Amhoff eine Sprach-Integrationsklasse im Emsland. Die Herausforderungen, allen Lernenden gleichermaßen gerecht zu werden, führten sie schließlich zur Entwicklung von „modulito“. Nach eigenen Angaben hatte sie das Gefühl, „niemandem wirklich gerecht zu werden“, da das Leistungsniveau innerhalb der Klasse stark variierte.
Das Konzept im Überblick
„modulito“ setzt auf eine Kombination aus analogen und digitalen Materialien. Das System umfasst sechs Kurse sowie einen Aufbau-Fortgeschrittenenkurs, die in jeweils drei Module untergliedert sind. Alternativ können nach einem Willkommenskurs auch berufsorientierte Module gewählt werden, sodass auf individuelle Interessen und Vorkenntnisse Rücksicht genommen wird.
Die Dokumentation des Lernfortschritts ermöglicht es zudem, Vertretungen – auch durch fachfremde Lehrkräfte – problemlos zu übernehmen. Christine Amhoff hebt hervor, dass dies die schulische Organisation entlastet, Transparenz schafft und besonders bei häufigen Wechseln innerhalb der Lerngruppen oder des Kollegiums für Stabilität sorgt.
Pläne für die Zukunft
Ziel von „modulito“ ist es, das Sprachförderprogramm weiteren Schulen sowie Lehrenden und Lernenden zugänglich zu machen. Interessierte können sämtliche Informationen direkt auf der offiziellen Webseite abrufen.
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