Neues Logistikzentrum in Northeim geplant
Bis zu 400 Jobs und transparente Bürgerbeteiligung im Fokus bis 2025
In Northeim rückt die geplante Ansiedlung eines Logistikzentrums im Westen der Stadt, in unmittelbarer Nähe zur Autobahn A7, immer mehr in den Fokus von Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Die Stadtverwaltung sowie die Northeimer Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Marketing und Tourismus (NOM WMT) sehen in dem Vorhaben ein klares Signal für die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Northeim. Gleichzeitig wird großer Wert auf einen offenen und transparenten Dialog mit allen Beteiligten gelegt.
Neuer Impuls für die regionale Wirtschaft
Nach Angaben der Stadt Northeim sowie der Wirtschaftsförderung NOM WMT bietet das geplante Logistikzentrum die Chance, die wirtschaftliche Infrastruktur der Region weiterzuentwickeln. Mit flexiblen Anmietungsmöglichkeiten soll ein vielfältiger Branchenmix entstehen, der insbesondere auch regional ansässigen Unternehmen zugutekommen kann.
Erste Kontakte bezüglich des Areals wurden bereits 2023 über einen Immobilienmakler hergestellt. Die Pläne konkretisierten sich im Laufe des Jahres 2024, woraufhin im Oktober die Projektvorstellung und die Beauftragung weiterer Schritte durch den Stadtrat erfolgten. Seitdem läuft ein standardisiertes Verfahren zur Prüfung der Grundstücksverfügbarkeiten und der städtebaulichen Zulässigkeit.
Dialog mit der Bürgerschaft und politische Entscheidungsprozesse
Die Einbindung der Öffentlichkeit ist für die Stadt Northeim ein zentrales Anliegen. Im Mai und Juni 2025 fanden Informationsveranstaltungen statt, die auf großes Interesse sowohl bei Bürgerinnen und Bürgern als auch bei Mitgliedern verschiedener Parteien und der neu gegründeten Bürgerinitiative stießen.
Bürgermeister Simon Hartmann wies dabei explizit Vorwürfe der Intransparenz zurück: „Den Vorwurf der Intransparenz können wir deshalb so nicht stehen lassen“.
Die politische Beratung über das Bauleitverfahren soll am 15. September 2025 im Ausschuss für Stadtentwicklung, Klimaschutz und Mobilität öffentlich erfolgen und schließt die finale Beschlussfassung durch den Verwaltungsausschuss ein. Um den Dialog zu intensivieren, wurde der ursprünglich im Juli anvisierte Aufstellungsbeschluss bewusst verschoben.
Verfahren und nächste Schritte
Das Verfahren sieht nach dem Aufstellungsbeschluss die Durchführung von Beteiligungsverfahren gemäß § 3 und § 4 Abs. 1 BauGB vor, in denen Behörden, Verbände sowie Bürger ihre Belange einbringen können. Außerdem werden im weiteren Verlauf verbindliche und unabhängige Gutachten veranlasst.
Da für das betroffene Gebiet bisher kein rechtskräftiger Bebauungsplan vorliegt, ist ein Aufstellungsbeschluss zwingend erforderlich, um die Planungshoheit der Stadt Northeim sicherzustellen.
Der Prozess zielt darauf ab, die Interessen von Anwohnern, der Stadtgesellschaft, Behörden, Verbänden sowie von Natur und Umwelt fair zu berücksichtigen und mögliche Konflikte frühzeitig zu identifizieren und zu lösen.
Rolle der Bürgerinitiative und weitere Informationsangebote
Die Stadt Northeim begrüßt ausdrücklich die Gründung der Bürgerinitiative, die als wichtiger Bestandteil des demokratischen Diskurses betrachtet wird. Sie appelliert jedoch an alle Akteure, aktiv am Dialog teilzunehmen und offene Fragen gemeinsam zu klären. Bislang, so die Stadt, habe sich die Bürgerinitiative vor allem auf die Formulierung eines Fragenkatalogs beschränkt und nicht alle Angebote für weiterführende Gespräche genutzt.
Zur weiteren Information der Öffentlichkeit wurde in Zusammenarbeit mit der NOM WMT eine FAQ-Liste erstellt, die auf der Website der Stadt Northeim bereitgestellt wird.
Potenzieller Beitrag zum Arbeitsmarkt
Das Logistikzentrum soll, so der aktuelle Stand, etwa 250 bis 400 neue Arbeitsplätze in der Region schaffen. Der Branchenmix und die flexible Nutzbarkeit des Areals werden von den Initiatoren als besondere Stärke hervorgehoben, um wirtschaftliche Stabilität und Diversität in Northeim weiter auszubauen.
Transparenz und Beteiligung als Leitprinzip
Stadt Northeim und NOM WMT betonen, dass offene Beteiligung und umfassende Information weiterhin im Zentrum des Projekts stehen. Ziel ist es, die Entwicklung gemeinsam mit allen relevanten Akteuren voranzutreiben und Northeim als Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken.
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