Sprache wählen

Northeim richtet Krisen-Notpunkte ein

Stadt plant Notfall-Anlauf-Punkte in allen Ortschaften und der Kernstadt – für Hilfe und Infos bei Stromausfall, Unwetter oder Netzausfall.

Von Redaktion Northeim
Northeim richtet Krisen-Notpunkte ein
Bild zum Beitrag© Redaktion NortheimBild 1 von 2

Die Stadt Northeim baut ihre Strukturen für besondere Lagen weiter aus. Im Mittelpunkt stehen dabei die Notfall-Anlauf-Punkte, kurz NAP, die künftig im Stadtgebiet eingerichtet und ausgestattet werden. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürgern im Ernstfall zentrale Stellen zu bieten, an denen sie Informationen erhalten und Hilfe bekommen können.

Zentrale Anlaufstellen für Ortschaften und Kernstadt

Nach Angaben der Stadt entstehen in jeder Ortschaft sowie an drei Standorten in der Kernstadt entsprechende Anlaufstellen. Dort sollen Menschen in Notfallsituationen erreichbar bleiben und Unterstützung finden. Die NAP sind dabei als feste Orientierungspunkte im Krisenfall gedacht.

Wie die Stadt betont, sollen die Anlaufstellen insbesondere dann einsatzfähig sein, wenn die gewohnten Kommunikationswege eingeschränkt oder nicht mehr verfügbar sind.

Informationsveranstaltung in der Stadthalle

Zur Vorstellung des Konzepts fand in der Stadthalle Northeim eine Informationsveranstaltung statt. Eingeladen waren Bürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister, Ortsvertretungen sowie Ratsmitglieder. Als Fachreferent war Konstantin Mennecke vom Bevölkerungsschutz des Landkreises Northeim vor Ort. Er erläuterte die Notfall-Anlauf-Punkte und gab Hinweise zur Vorsorge.

Die Veranstaltung diente damit nicht nur der organisatorischen Abstimmung, sondern auch der Information über die praktische Funktion der NAP und die Anforderungen an ihre Vorbereitung.

Ausstattung mit Satellitentelefonen und Grundausstattung

In einem ersten Schritt werden die Ortschaften mit Satellitentelefonen und einer Grundausstattung versehen. Die Abteilung Bürgerdienste der Stadt Northeim stellte diese Ausstattung vor. Bei der Übergabe sind zudem eine technische Einweisung und ein Testlauf vorgesehen.

Damit sollen die NAP im Ernstfall arbeitsfähig sein, auch wenn Strom oder Mobilfunknetz ausfallen. Die Stadt nennt dafür insbesondere Großschadenslagen, Stromausfälle und Hochwasser als mögliche Einsatzlagen.

Funktion im Krisenfall

Über die Notfall-Anlauf-Punkte können Notrufe abgesetzt, Informationen weitergegeben und erste Hilfe geleistet werden. Simon Hartmann machte dabei deutlich, dass die NAP klar abgegrenzt sind:

„Die NAP sind kein Krisenstab und keine Evakuierungsstation, sondern eine zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger im Krisenfall“.

Vorsorge und Vorbereitung der Helferinnen und Helfer

Damit die NAP im Ernstfall funktionieren, müssen auch die Helferinnen und Helfer vorbereitet sein. Konstantin Mennecke informierte dazu über grundlegende Vorsorgemaßnahmen. Dazu gehören ein eigener Vorrat an Lebensmitteln, einige grundlegende Sicherheitsgegenstände und das Wissen, wie man sich im Ernstfall richtig verhält.

Eine Broschüre des Bundes, die auch vom Landkreis und der Stadt verteilt wird, enthält praktische Hinweise zu diesem Thema. Sie soll die Vorbereitung im Vorfeld unterstützen und Orientierung für den Ernstfall geben.

Standorte in Ortschaften und Kernstadt

In den Ortschaften sollen die NAP bei Bedarf in Dorfgemeinschaftshäusern, Sporthallen oder Mehrzweckhallen eingerichtet werden. Für die Kernstadt sind drei Standorte vorgesehen:

  • das Rathaus
  • die Halle der Astrid-Lindgren- und die Martin-Luther-Schule
  • Eine gemeinsame Broschüre von Stadt und Landkreis informiert über diese Standorte und erläutert auch, wann ein NAP eingerichtet wird. Genannt werden dafür unter anderem länger andauernde Stromausfälle, schwere Unwetter, der Ausfall des Telefonnetzes sowie Probleme mit der Trinkwasserversorgung.

    Laufender Aufbau in den kommenden Wochen und Monaten

    Der Aufbau der Notfall-Anlauf-Punkte ist nach Angaben der Stadt ein laufender Prozess. In den kommenden Wochen und Monaten will die Stadt Northeim die Umsetzung weiter begleiten und vorantreiben. Zusätzlich sind weitere Informationsveranstaltungen für Ehrenamtliche geplant.

    Damit verbindet die Stadt den organisatorischen Ausbau mit fortlaufender Information und Vorbereitung. Die NAP sollen so Schritt für Schritt in den vorgesehenen Strukturen verankert werden.

    Eigene Anzeige

    Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

    Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

    Jetzt anfragen

    Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: