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Northeim startet großangelegte Rattenbekämpfung

Bis November 2025 werden Köderboxen im Stadtgebiet eingesetzt – Bürger sollen bei Prävention und Meldungen mithelfen

Von Redaktion Northeim

Die Stadt Northeim führt zwischen dem 3. und voraussichtlich 23. November 2025 eine umfassende Rattenbekämpfung im gesamten Stadtgebiet durch. Ziel ist es, den befallsarmen oder nahezu rattenfreien Zustand zu erhalten und präventiv gegen eine mögliche Ausbreitung vorzugehen. Die Maßnahme gilt als routinemäßig und betrifft neben Oberflächenbereichen auch das Kanalnetz.

Details zur Rattenbekämpfung

Die Bekämpfung erfolgt in der ganzen Stadt; in den dazugehörigen Ortschaften werden Maßnahmen stichprobenartig vorgenommen. Besonders an stark frequentierten Plätzen im Freiland kommen verschlossene Köderboxen zum Einsatz, die speziell gesichert werden, um etwaigen Niederschlägen standzuhalten. Als Wirkstoff wird „Difenacoum“ in Form von Festköderblöcken verwendet.

Zum Schutz von Kindern und Haustieren werden die Köder mit Bitterstoffen versehen, die eine versehentliche Aufnahme verhindern sollen. Dennoch sollten Eltern und Tierhalter besondere Vorsicht walten lassen. Wird ein Rattenköder gefunden, sollte dies umgehend der zuständigen Abteilung gemeldet werden. Auch Eigentümer von Flächen an oder nahe offener Gewässer werden aufgefordert, einen Befall umgehend zu melden, damit dieser gezielt behandelt werden kann.

Gesetzliche Verpflichtungen und Prävention

Nach der Verordnung über Rattenbekämpfung im Land Niedersachsen sind nicht nur die Gemeinden, sondern auch Besitzer und Eigentümer von Grundstücken verpflichtet, einen Befall zu bekämpfen. Wird ein gesundheitsgefährdender Rattenbestand festgestellt, ist die Gemeinde verpflichtet, eine Entrattung durchzuführen sowie präventive Nachsorgemaßnahmen zu ergreifen.

Unterschiede: Ratte oder Bisam?

Im Rahmen der Arbeit der Ordnungsämter kommt es laut Stadt Northeim immer wieder zu Verwechslungen: Was häufig als Ratte gemeldet wird, ist oftmals ein Bisam. Im Gegensatz zur Bisamratte gelten Haus- und Wanderratten jedoch als Gesundheitsschädlinge.

Bewährte Maßnahmen zur Rattenprävention

  • Verschließen von Einwanderungsmöglichkeiten und Öffnungen an Gebäuden
  • Essensreste und tierische Abfälle ausschließlich in die Biotonne geben, nicht auf den Kompost
  • Keine Lebensmittelreste über die Toilette in die Kanalisation entsorgen
  • Tierfutter nicht offen stehen lassen und Futternäpfe nach dem Füttern reinigen
  • Diese Maßnahmen helfen dabei, Ratten fernzuhalten und einen erneuten Befall zu verhindern. Kontinuierliche Aufmerksamkeit der Bevölkerung ist wesentlich für den Erfolg der Bekämpfungsaktion.

    Wichtige Hinweise für die Bevölkerung

    Die Stadt Northeim bittet darum, jede Auffälligkeit sofort zu melden. Insbesondere beim Auffinden von Rattenködern oder beim Verdacht eines Befalls auf Privatgrundstücken ist der Kontakt mit den Bürgerdiensten entscheidend für eine wirkungsvolle Bekämpfung. Eltern sollten ihre Kinder sensibilisieren und darauf achten, dass Köder nicht angefasst werden.

    Die Initiative der Stadt Northeim ist ein klares Zeichen für die Bedeutung von Prävention und Information im Umgang mit Gesundheitsschädlingen. Ein kooperatives Vorgehen von Stadt und Bürgern ist unerlässlich, um die Lebensqualität und Sicherheit dauerhaft zu sichern.

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