Saica-Deal: Was die Thimm-Übernahme für Northeim bedeutet
Die geplante Übernahme der Thimm Gruppe hat für den Standort große Bedeutung – Stadt und Wirtschaftsförderung begleiten den Prozess mit Blick auf Beschäftigte und Zukunft des Unternehmens.

Die geplante Übernahme der Thimm Gruppe durch die spanische Saica Gruppe und der damit verbundene Rückzug der Familie Thimm markieren eine wichtige Zäsur für den Standort Northeim. Stadt und Northeimer Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Marketing und Tourismus (NOM WMT) begleiten die Entwicklung mit dem Blick auf die Zukunft des Unternehmens, des Standorts und der Beschäftigten.
Ein Unternehmen mit langer Bindung an Northeim
Die Thimm Gruppe und die Marke Thimm sind seit Jahrzehnten eng mit Northeim verbunden. Das Unternehmen wurde im Jahr 1949 von Walter Felix Thimm gegründet und hat sich seitdem zu einem europaweit operierenden Spezialisten für Verpackungslösungen entwickelt. Für die Stadt ist diese Verbindung von besonderer Bedeutung, weil Thimm über Generationen hinweg als Arbeitgeber für Northeimerinnen und Northeimer galt.
Mit der geplanten Übernahme steht nun ein Schritt bevor, der in Northeim aufmerksam verfolgt wird. Die Mitteilung macht deutlich, dass die Entwicklung viele Menschen in der Stadt bewegt, insbesondere mit Blick auf den Erhalt des Standorts und die Beschäftigungssituation.
Stadt Northeim betont Bedeutung des Standorts
Der Northeimer Bürgermeister Simon Hartmann verweist auf die tiefe Verwurzelung des Unternehmens in der Stadt. Aus Sicht der Stadt sei entscheidend, dass der Standort erhalten bleibt, Arbeitsplätze gesichert werden und die Beschäftigten frühzeitig Klarheit bekommen. Hartmann kündigt an, den Dialog mit den Unternehmen zu suchen und deutlich zu machen, dass die Stadt Northeim bereitsteht, den Prozess unterstützend zu begleiten.
Damit signalisiert die Stadtverwaltung, dass sie die Entwicklung nicht nur beobachtet, sondern aktiv den Austausch sucht. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie sich die künftige Struktur auf Northeim auswirkt und welche Perspektiven sich für den traditionsreichen Standort ergeben.
Austausch zwischen Stadt, NOM WMT und Unternehmensführung
Nach Angaben der Mitteilung befinden sich die NOM WMT und die Stadtverwaltung Northeim bereits im Austausch mit der Geschäftsführung von Thimm in Northeim. Dieser Dialog sei nicht neu, sondern bestehe seit vielen Jahren. Für die Beteiligten ist das ein wichtiger Ausgangspunkt, um die weiteren Schritte gemeinsam zu begleiten.
NOM-WMT-Geschäftsführer Michael Eilers-Turau beschreibt Thimm als wichtigen Arbeitgeber, starken Wirtschaftsmotor und verlässlichen Partner in der Region. In den kommenden Gesprächen gehe es darum, herauszufinden, wie der Standort Northeim im weiteren Prozess unterstützt werden kann und wie gemeinsam Perspektiven gesichert werden können.
Saica mit internationaler Präsenz
Die künftige Käuferin, die Saica Gruppe, ist nach eigenen Angaben mit 112 Standorten in Westeuropa, Polen und den USA international vertreten. Zur Thimm Gruppe zählen Standorte in Deutschland und Osteuropa. Diese will Saica nach eigenen Angaben in den bestehenden Strukturen weiterführen.
Für Northeim ist dabei vor allem wichtig, dass diese Perspektive auch für den traditionsreichen Standort verlässlich ausgestaltet wird. Stadt und Wirtschaftsförderung verknüpfen mit dem Prozess die Erwartung, dass Kontinuität und Standortinteressen berücksichtigt werden.
Verkauf noch unter Vorbehalt
Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung. Beide Unternehmen erwarten mit der Neuausrichtung eine stärkere Position in einem internationalen Markt, der von großem Wettbewerb geprägt ist.
Für Northeim bleibt damit zunächst vor allem die weitere Entwicklung des Verfahrens entscheidend. Die Stadt und die NOM WMT setzen auf den Austausch mit den Unternehmensverantwortlichen, um die Interessen des Standorts und der Beschäftigten in den weiteren Prozess einzubringen.
Einordnung für die Stadt
Die Mitteilung macht deutlich, dass es bei dem geplanten Verkauf nicht allein um einen Eigentümerwechsel geht, sondern um eine Veränderung mit hoher lokaler Bedeutung. Thimm ist in Northeim über Jahrzehnte zu einem prägenden Unternehmen geworden. Entsprechend aufmerksam verfolgen Stadt und Wirtschaftsförderung die nächsten Schritte.
Im Zentrum steht nun die Frage, wie sich der geplante Übergang auf die Zukunft des Standorts Northeim auswirkt und welche Rahmenbedingungen am Ende für Beschäftigte und Unternehmen gelten werden.
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