Wunstorf plant sichere Fahrradstraße
Mit 900.000 Euro Bundesförderung entsteht eine 5,8 km lange Leuchtturmtrasse für mehr Alltagsmobilität und Klimaschutz
Wunstorf treibt den Ausbau seiner Radinfrastruktur mit Nachdruck voran: Das Radverkehrskonzept 2024 stellt den Bahnhof als zentrale Umstiegsstelle in den Mittelpunkt und plant signifikante Verbesserungen, um die Attraktivität des Fahrradverkehrs weiter zu steigern. Besonders legt die Stadt Wert auf eine überdurchschnittlich gute Infrastruktur, die mehr Menschen dazu bewegen soll, alltägliche Wege umweltfreundlich mit dem Rad zurückzulegen.
Bahnhof als Schlüsselpunkt für nachhaltige Mobilität
Die Erreichbarkeit der Innenstadt und des Bahnhofs wird als entscheidender Faktor für den Alltagsradverkehr betont – sei es für den Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit. Auch für viele Schülerinnen und Schüler sind dies wichtige Routen. Ein weiteres zentrales Argument für das Konzept: Rund 80% der Bevölkerung leben im Umfeld der neuen Radvorrangrouten.
Die geplanten Routen zeichnen sich durch eine einheitliche Markierung aus, die nicht nur für Wiedererkennung sorgt, sondern auch die Orientierung für alle Radfahrenden erleichtert. Ein erster Abschnitt befindet sich bereits in Umsetzung.
Leuchtturmtrasse: Streckenverlauf und Ausstattung
Die Leuchtturmtrasse bildet das Herzstück des Radverkehrskonzeptes. Geplant von shp Ingenieure, führt die etwa 5,8 Kilometer lange Route von Steinhude bis Luthe durch verschiedene Stadtteile, wobei jeder Abschnitt individuell ausgestaltet wird.
Diese Maßnahmen sollen das Konfliktpotenzial und die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen Pkw und Fahrrad verringern und so dem Fahrrad als Verkehrsmittel einen deutlichen Schub verleihen.
Finanzierung und Umsetzungsschritte
Für die Umsetzung des Projekts wurden Fördermittel in Höhe von rund 900.000 Euro im Rahmen eines Bundesprogramms zugesagt. Damit soll insbesondere die Breite der Radvorrangroute zwischen Großenheidorn und Klein Heidorn realisiert werden – ein konkreter Beitrag zur Reduktion der lokalen CO2-Emissionen.
Bereits vollzogen wurde die Sanierung der Nordrehrbrücke, um auch weiterhin eine unterbrechungsfreie Verbindung zu gewährleisten. Zukünftig ist zudem auf der gesamten Trasse eine ganztägige Beleuchtung vorgesehen.
Von Beginn an wurden lokale Akteure, insbesondere Landwirte und Vertreter des Radverkehrs, aktiv in den Abstimmungsprozess eingebunden. Ziel ist es, gemeinsam verträgliche Lösungen zu entwickeln und das Verständnis füreinander zu stärken.
Planung, Ausblick und Zeitschiene
Während sich die Unterlagen für die Fördermittel aktuell noch in Prüfung befinden, wurde mit verschiedenen Vorarbeiten bereits begonnen: So wurden Vermessungen durchgeführt sowie landschaftspflegerische Begleitpläne und ein Bodengutachten erstellt.
Im nächsten Schritt werden die Unterlagen gebündelt und an die zuständige Plangenehmigungsbehörde übergeben. Ein genauer Zeitplan für die Genehmigung steht bislang aus, doch die Stadt Wunstorf hofft, schon im Folgejahr weitere Fortschritte melden zu können.
Bürgerbeteiligung und Dialog
Ein zentrales Element des Projekts ist die enge Abstimmung mit allen Beteiligten: Mit den Landwirten werden Lösungen gefunden, die ein Miteinander auf der Strecke ermöglichen, während für Radfahrende neue Angebote und mehr Sicherheit geschaffen werden.
Die Maßnahmen und Planungen spiegeln das Ziel wider, Wunstorf nachhaltiger und attraktiver für den Radverkehr zu machen – und dabei sowohl die Bedürfnisse der Bevölkerung als auch die Anforderungen des Umwelt- und Klimaschutzes im Blick zu behalten.
Weitere Informationen zum aktuellen Stand des Radverkehrskonzeptes und geplanten Maßnahmen erhalten Interessierte direkt bei der Stadt Wunstorf.
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