Großbrand in Sittensen: Gefahr schnell gebannt
15 Feuerwehren und DRK verhindern Ausbreitung – Asbest-Schutzmaßnahmen und Rauchgas-Notfall

Am Dienstagmorgen brach in der Stader Straße in Sittensen ein Brand in einer Lagerhalle aus, der einen umfangreichen Einsatz zahlreicher Feuerwehrkräfte erforderlich machte. Die Flammen griffen rasch um sich und führten zu einer groß angelegten Alarmierung und koordinierten Maßnahmen.
Schneller Einsatz verhinderte größere Schäden
Bereits gegen 8 Uhr wurde der Brand gemeldet. Die Feuerwehren Sittensen und Lengenbostel wurden zuerst alarmiert. Während ihrer Anfahrt wurde das Einsatzstichwort auf „Feuer groß (F3)“ erhöht, da das Gebäude beim Eintreffen der Kräfte bereits in Vollbrand stand. Mit umfangreichen Löschmaßnahmen – darunter fünf C-Rohre, Wenderohr, Drehleiter und Wasserwerfer – wurde unmittelbar begonnen.
Im Laufe des Einsatzes wurden weitere Einsatzkräfte nachalarmiert, die sich gegenseitig ablösten, um die Belastung zu minimieren. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, kamen Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr von umliegenden Hydranten zum Einsatz.
Besondere Herausforderungen durch Asbestverdacht
Da es sich um eine ältere Lagerhalle handelte, bestand der Verdacht auf asbesthaltige Dachplatten. Sofort wurden zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um Einsatzkräfte und Anwohner zu schützen. Kontaminierte Gerätschaften und Kleidung werden in einem Labor auf Asbestrückstände untersucht. Einsatzfahrzeuge, die dem Brandrauch ausgesetzt waren, wurden nach dem Einsatz professionell gereinigt.
Gesundheitliche Maßnahmen und Versorgung
Eine 40-jährige Frau musste vorsorglich mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Rotenburger Diakonieklinikum gebracht werden. Die Einsatzkräfte wurden während der stundenlangen Löscharbeiten mit Getränken und Essen versorgt.
Großaufgebot und Zusammenarbeit vieler Organisationen
Folgende Feuerwehren waren im Einsatz und stellten unter anderem Atemschutzgeräteträger bereit:
Neben den Feuerwehren waren auch das Deutsche Rote Kreuz mit Einsatzzug, SEG-Rettung und Regelrettungsdienst sowie der Gefahrgutzug des Landkreises beteiligt.
Umwelt- und Sicherheitsmaßnahmen
Die Landesstraße 130 wurde während der Löscharbeiten weiträumig abgesperrt, um einen sicheren Ablauf zu gewährleisten. Der Messtrupp des Gefahrgutzuges führte Messfahrten in der Umgebung durch, konnte aber keine Schadstoffe feststellen.
Dank des schnellen und koordinierten Einsatzes der zahlreichen Kräfte konnte ein Übergreifen der Flammen auf ein angrenzendes Wohnhaus verhindert werden. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten dauerten bis in den späten Nachmittag an. Die Untersuchung der kontaminierten Gegenstände wird in den kommenden Tagen weitere Aufschlüsse über etwaige Gefahren bringen.
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